Das Genre des Home-Invasion-Thrillers ist besonders gruselig, weil man sich sehr leicht mit den Opfern identifizieren kann: Denn oft läuten Unbekannte an der Tür, meistens sind es mehr oder minder freundliche Paketzusteller, Postboten oder Prospektverteiler. Nicht so in "The Owners": Darin wird das Ehepaar Huggins Opfer eines Raubüberfalls in seinem abgelegenen Landsitz. Denn das Gaunertrio Nathan, Gaz und Terry braucht Geld, viel Geld. Also muss es ein Einbruch sein. Doch der Tresor lässt sich nicht so leicht knacken, wie zunächst erhofft. Also sollen die betagten Hausbesitzer den Code für den Safe herausrücken. Nathans Freundin Mary, die der Truppe nur widerwillig ins Haus gefolgt ist, hat jedoch kein gutes Gefühl. Und sie soll recht behalten, denn die Huggins sind alles andere als kooperationswillige Überfallene. Im Gegenteil: Sie machen den Eindringlingen das Leben zur Hölle.

Flott, spannend, aber weit entfernt von Genreperlen

Der auf der Graphic Novel "Vollmondnacht" von Hermann und Yves H. basierende Thriller "The Owners" ist in der Regie von Serien-Macher Julius Berg eine flotte, düstere und spannende Kinoerfahrung, aber an Genre-Highlights wie "Funny Games" oder "The Strangers" kommt der Film nicht heran, denn dafür ist er allzu vorhersehbar. Aber unterhaltsam ist Bergs Film allemal, vor allem, weil es einige humorige Einlagen gibt, die man so nicht erwartet hat.