Teenie-Gesangsschüler Tim (Jack Wolfe) studiert am Mozart-Internat in den österreichischen Alpen, wo er ein uraltes Portal entdeckt, das ihn direkt in die Welt von Mozarts "Zauberflöte" katapultiert. Dort ist er als Prinz Tamino unterwegs, der Nacht für Nacht mit dem Vogelfänger Papageno (Iwan Rheon) daran arbeitet, Prinzessin Pamina (Asha Banks) aus den Fängen des Fürsten Sarastro (Morris Robinson) zu befreien. Im echten Internats-Alltag will Tim noch dazu die Hauptrolle des Tamino in der alljährlichen Internats-Aufführung ergattern.

Florian Sigl hat Mozarts "Zauberflöte" als bombastische Fantasy-Adaption angelegt, die wohl zu keiner Oper besser passte als zu dieser. Zugleich ist der Bombast auch Spektakel-Filmer Roland Emmerich geschuldet, der als Executive Producer schützend die Hand über "The Magic Flute" hielt. Mehr aber auch nicht. Fantasy und klassische Musik ist jedenfalls eine relativ neue Paarung in der Filmwelt, weshalb man dem Film durchaus die Chance geben kann, dieses Neuland zu erörtern. Opernfans kommen hier aber nur eingeschränkt auf ihre Kosten: Zu sehr müht sich das Filmteam, "Harry Potter"-Elemente mit der "Unendlichen Geschichte" zu verknüpfen, um einem spektakulären Schauwert zuzuarbeiten. Als Opern-Star ist Rolando Villazón mit dabei.