Zuletzt lieh Armin Rohde dem Räuber Hotzenplotz die Visage, das war 2006. Lang genug her, um es nun mit einer Neuverfilmung der gleichnamigen Erzählung von Otfried Preußler zu versuchen. Diesmal inszeniert Michael Krummenacher niemand Geringeren als Burg-Star Nicholas Ofczarek in der Titelrolle. Und Ofczarek kann dem raubeinigen Räuber sogar das eine oder andere Quäntchen Sympathie einimpfen. Aber auch sein Co-Schurke, der böse Zauberer Petrosilius Zwackelmann, ist mit einem weiteren Bühnenstar prominent besetzt: August Diehl spielt den Zauberer mit einem großen Maß an (der Figur immanenter) Übertreibung.

Die Geschichte dreht sich um die gestohlene Kaffeemühle der Großmutter, die die beiden Freunde Kasperl (Hans Marquardt) und Seppel (Benedikt Jenke) vom Hotzenplotz zurückholen wollen. Der erwischt sie und übergibt sie dem Zauberer, der sie ins Verließ sperrt. Außerdem spielen auch eine Fee (Luna Wedler), ein Polizist (Olli Dittrich) und eine Hellseherin (Christiane Paul) entscheidende Rollen. Als kindgerechter Vorweihnachtsfilm funktioniert "Der Räuber Hotzenplotz" tadellos, weil er neben dem spielfreudigen Ensemble auch eine ganze Menge fantastische Filmtricksereien enthält.