Sandra (Léa Seydoux) ist 35 und Alleinerzieherin in Paris. Mit ihrem Job als Übersetzerin kann sie sich gerade so über Wasser halten. Zugleich muss sie sich um ihren schwerkranken Vater Georg (Pascal Greggory) kümmern, für den sie ein Pflegeheim sucht, das ihn künftig optimal versorgt. Inmitten dieser seelischen Turbulenzen stürzt sie sich in eine Affäre mit ihrem alten Bekannten Clément (Melvil Poupaud), der bereits eine Beziehung hat, aber der Leidenschaft nachgibt. Für Sandra ist die Liaison ein Kraftspender für die harte Realität, mit der sie tagtäglich zu kämpfen hat.

Léa Seydoux und Melvil Poupaud lieben sich. - © Filmladen
Léa Seydoux und Melvil Poupaud lieben sich. - © Filmladen

Mia Hansen-Løves "An einem schönen Morgen" hat alles, was ein klassisches französisches Beziehungsdrama braucht: Lange Gespräche über die Liebe und Zwischenmenschliches, dazu Pariser Flair, die großen Namen des französischen Kinos, ein klassischer "Problemfilm", gespickt mit Lust und Erotik, aber letztlich - bloß eine Variation vieler solcher Geschichten, die man schon mal gesehen hat.

Dennoch zeigt sich Mia Hansen-Løve auf der Höhe ihrer Kunst, leise Zwischentöne in Beziehungen, bei Trennungen und tragischen Ereignissen souverän abzubilden.