TV-Serie, Roman, Kino, Zeichentrick: "Belle & Sebastian", die Story eines Buben und eines riesigen Pyrenäen-Hunds, zählt zu den Dauerbrennern der Jugendliteratur. Für den neuen, vierten Kinofilm "Ein Sommer voller Abenteuer" bekam die französische Serie eine Frischzellenkur. Die Handlung wurde von den 1940er Jahren in die Gegenwart verlegt. Sebastian (Robinson Mensah-Rouanet) ist nun ein Knabe aus Paris, der für einige Wochen auf den Berghof seiner schafzüchtenden Oma (Michèle Laroque) verfrachtet wird. Der Kern der Geschichte blieb aber unverändert. Seb und der wilde Hund Belle werden ziemlich beste Freunde, denen große Abenteuer bevorstehen.

In der Rahmenhandlung geht es um Profitgier und Naturzerstörung. Sebastian kommt einem Geheimplan auf die Schliche, durch den die paradiesische Bergwelt in einen künstlich beschneiten Skizirkus verwandelt werden soll. Naturfreund Seb und Belle stellen sich den (leider allzu schablonenhaft gezeichneten) Übeltätern in den Weg.

Die simple Story wird so schwungvoll erzählt, dass sie auch erwachsene Zuschauer fesseln kann. Der Film sprüht nur so vor typisch französischem Esprit. Regisseur Pierre Coré modelliert mit viel Feingefühl die tiefe Beziehung zwischen Kind und Hund, doch er lässt es zwischendurch auch heftig krachen. Der Höhepunkt: Ein wilder Showdown, in den außer Belle und Sebastian auch Wölfe, ein schießwütiger Schurke und ein Paragleitschirm verwickelt sind. Sehenswert!