Ein Leben als Tochter eines Filmstars - genau das lebt Vera Gemma. Aufgewachsen in der römischen High Society, der Vater Giuliano Gemma, Held zahlreicher italienischer Sandalenfilme und Ikone für ein ganzes Volk. Die Tochter ist inzwischen auch ein Kult-Star in Italien, hat den Schatten des großen Vaters aber nie überwinden können. Ihre zahllosen Schönheitsoperationen haben sie zur Oberflächlichkeit verdammt. Vor diesem Hintergrund skizzieren Tizza Covi und Rainer Frimmel in ihrem neuen, semidokumentarischen Film "Vera" ein vielschichtiges Porträt dieser Frau, die im Film bei einem Verkehrsunfall einen neunjährigen Buben verletzt und in der Folge eine besondere Beziehung zu ihm aufbaut.

Zwischen Schauwerten und großer Intimität pendelt dieser Film, der in Venedig den Regie- und Darstellerinnen-Preis in der Sektion "Orizzonti" gewann und im Herbst die Viennale eröffnete. Die Nähe zu ihrer Protagonistin Vera Gemma nutzen Covi und Frimmel auch für eine Studie über den Umgang mit dem Schönheits-Begriff, der gerade in Italien einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert hat. Es ist auch ein Blick hinter die Fassaden.

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https://youtu.be/STs0-8Jdtiw