Das frisch angelaufene Jahr 2023 wird ein Jahr der Blockbuster und der Fortsetzungen: "Dune" kriegt einen zweiten Teil - und auch die Filme "Transformers", "Guardians of the Galaxy" oder "Mission: Impossible" gehen weiter. Und aus Deutschland kommt tatsächlich die Fortsetzung eines Uralt-Trashklassikers: "Manta Manta - Zwoter Teil" mit Til Schweiger. Ein Blick auf das zu erwartende Filmgeschehen in den heimischen Kinos.

In "Mission: Impossible - Dead Reckoning Teil Eins" schlüpft Tom Cruise abermals in die Rolle des Superagenten Ethan Hunt (Kinostart ist im Juli). Der Verleih Paramount Pictures verspricht "außergewöhnliche Schauplätze, imposante Hightech-Gadgets, Spannung bis zum Äußersten" sowie legendäre Stunts, die Cruise wie immer auch hier selbst ausführen soll.

Außerdem wäre da die fast schon obligatorische Fortsetzung von "Fast & Furious" mit Vin Diesel - im Mai erwartet Kinofreunde Teil 10. Wohl im November kommt der siebente "Transformers"-Film ("Aufstieg der Bestien") in die Kinosäle. Ein neuer computeranimierter "Spider-Man" ist ebenfalls geplant. Sony hat den Start von "Across the Spider-Verse" in den USA für Juni angekündigt. Auch das Marvel-Franchise wird Fortsetzungen zeigen. Dazu gehört der dritte "Guardians of the Galaxy" mit Chris Pratt (Start voraussichtlich im Mai) und "The Marvels" mit Brie Larson.

Lange mussten Manta-Fans warten, aber jetzt steht die Fortsetzung des Kultfilms mit Til Schweiger in der Rolle des Bertie bevor. In "Manta Manta - Zwoter Teil" hat Bertie seine Rennfahrerkarriere lange aufgegeben und betreibt eine Autowerkstatt und eine Kart-Bahn. Doch dann bekommt er Geldprobleme und entschließt sich, doch nochmal eine Wettfahrt zu machen. Denn das große 90er-Jahre-Rennen auf dem Bilster Berg steht an, das Berties finanzielle Probleme auf einen Schlag lösen könnte. Er hat einen Monat Zeit, um aus seinem Opel ein Geschoss aus alten Manta-Tagen zu machen. Neben Schweiger sind in dem Film, der wohl Ende März in die Kinos kommt, auch Tina Ruland als Uschi und Michael Kessler als Berties bester Freund Klausi wieder dabei.

Einen erfolglosen Autoverkäufer gibt es außerdem in "Caveman" mit Moritz Bleibtreu in der Hauptrolle. Die Verfilmung eines Theaterstücks über das Verhältnis von Männern und Frauen kommt bereits im Jänner in die Kinos. Es geht um den Autoverkäufer Bobby, der eine Karriere als Comedian starten will. Wenige Minuten vor seinem Auftritt im lokalen Comedyclub verlässt ihn seine Frau. Deswegen ändert Bobby spontan sein Programm und referiert auf der Bühne über seine gescheitere Beziehung und allgemein Frauen und Männer. Am Ende soll das Publikum sein Urteil über Bobby fällen.

Im Mai bringt Disney die Neuverfilmung des Klassikers "Arielle" in die Kinos. Die Rolle der Meerjungfrau ist mit der schwarzen Schauspielerin Halle Bailey besetzt, was für Diskussionen im Netz sorgte. Ein veröffentlichter Trailer löste einen schlimmen Shitstorm voller rassistischer Beleidigungen aus. Die Hauptdarstellerin betonte daraufhin, wie ermutigend der Trailer auf viele Menschen wirkte. Tatsächlich gingen auch Videos von begeisterten Kindern viral, die nicht glauben konnten, dass ihre Disney-Heldin schwarz ist.

Ein ausschweifend epischer Film erwartet Cineasten bereits im Jänner mit "Babylon – Rausch der Ekstase". Regisseur Damien Chazelle ("La La Land") erzählt darin von der goldenen Ära Hollywoods in den 1920er-Jahren, in der Tonfilme den Stummfilm ablösten. Der Film dauert gut drei Stunden und bietet mit Margot Robbie, Brad Pitt und Tobey Maguire ein Staraufgebot. "Babylon" ist für fünf Golden Globes nominiert und dürfte auch Oscar-Chancen haben.

Wegen des großen Erfolgs von "Dune" mit Timothée Chalamet erwartet uns heuer auch der zweite Teil des Science-Fiction-Films. Unter der Regie von Denis Villeneuve soll es in dem Blockbuster, der wohl im Herbst startet, stärker um Zendayas Rolle Chani gehen, die Mitglied des Nomadenvolks der Fremen ist. Die Dreharbeiten der Romanadaption sind inzwischen abgeschlossen. Wer die Vorlage "Der Wüstenplanet" von Frank Herbert kennt, weiß schon, wie es weitergeht. Der erste Teil von "Dune" spielte 2021 trotz Pandemie an den Kinokassen ein sehr gutes Ergebnis ein - außerdem gewann das Sci-Fi-Epos sechs Oscars.

In "Barbie" werden Margot Robbie und Ryan Gosling zu den wohl berühmtesten Puppen der Welt. Viel ist zu der Komödie, die im Sommer in die Kinos kommen soll, noch nicht bekannt. Grelle Set-Bilder und der erste ironische Trailer im Stil von "2001: Odyssee im Weltraum" sprechen definitiv für eine Komödie. Dass die Regisseurin Greta Gerwig ("Ladybird") dafür verantwortlich zeichnet, lässt auf ein cleveres Werk hoffen.

Viel Lob und Festivalpreise hat indes bereits "The Banshees of Inisherin" eingeheimst, der zweite Film von Regisseur Martin McDonagh mit Colin Farrell und Brendan Gleeson. Die im ländlichen Irland spielende schwarze Komödie über eine geplatzte Männerfreundschaft ist für acht Golden Globes nominiert. McDonaghs Talent für gute Dialoge und eigentümliche Charaktere kommt darin wieder zum Tragen. Der Film kommt am 5. Jänner in die österreichischen Kinos. Farrell und Gleeson standen für McDonagh zuletzt mit "Brügge sehen... und sterben?" vor der Kamera.

Cate Blanchett brilliert in "Tár" in der Rolle als (fiktive) erste Chefdirigentin eines großen deutschen Orchesters. Das Leben der eisigen und erfolgreichen Dirigentin Lydia gerät wegen Missbrauchsvorwürfen aus dem Ruder. Das Drama kommt im Februar in die Kinos.

Ein anspruchsvoller Thriller, der auf wahren Begebenheiten beruht, erwartet uns mit dem neuen Film von Christopher Nolan ab Juli. "Oppenheimer" erzählt von der Entwicklung der Atombombe im Zweiten Weltkrieg und der Rolle des Physikers Robert Oppenheimer (Cillian Murphy) dabei. Emily Blunt spielt Oppenheimers Ehefrau, auch Robert Downey Jr., Florence Pugh und Matt Damon sind dabei.

Und auch das heimische Filmschaffen hält so manche Preziose bereit. So ist das ungewöhnliche Fiction-Porträt "Vera" von Rainer Frimmel und Tizza Covi über Vera Gemma ab 6. Jänner in den Kinos zu sehen, während Adrian Goigingers großes Historienepos auf den Spuren seines Urgroßvaters, "Der Fuchs", am 13. Jänner anläuft. Und Bernhard Braunsteins Dokumentarfilm "Stams" über die Wintersport-Kaderschmiede feiert zunächst bei der Berlinale Weltpremiere, bevor er ab 3. März regulär in den Lichtspielhäusern läuft. (apa/dpa)