Living. London hat sich noch nicht wirklich erholt von den Folgen des Zweiten Weltkrieges. Eines der Rädchen in der Bürokratiemühle der Stadt ist der Beamte Williams (wie immer genial besetzt: Bill Nighy). Er verwaltet den Missstand, kämpft mit Papierbergen und steifen Umgangsformen. Desillusioniert und ohne Freude am Leben. Just das ändert sich, als der graue Staatsdiener eine letale Krankheitsdiagnose erhält. Der Kampf für die Realisierung eines Kinderspielplatzes auf einem ausgebombten Grundstück wird für den alten Mann zu letzten Lebensaufgabe und zu seinem Vermächtnis. Und seine erstarrte Existenz verwandelt sich.

Im Himmel ist auch Platz für Mäuse. Die kleine Maus Whizzy und der etwas größere Fuchs Whitebelly treffen sich wieder - im Himmel, wo sie nach einem Unfall gelandet sind. Und was ist im Himmel nicht alles möglich? Die beiden werden entgegen ihrer Instinkte Freunde. Sie wollen auch zusammenbleiben, als die Rückkehr auf die Erde ansteht - und so machen sich die beiden Kumpel auf eine turbulente Reise. Schließlich werden sie in umgekehrten Rollen wiedergeboren. Eine echte Freundschaft kann aber auch das nicht entzweien, lehrt dieser putzig gemachte Stop-Motion-Film der tschechischen Regisseure Denisa Grimmová und Jan Bubenícek.

After Blue. Bertrand Mandico entführt in seinem neuen Film "After Blue" wieder in einen eigenen Kosmos, konkret auf einen fremden Planeten in der Zukunft. Auf diesem befreit die Außenseiterin Roxy eine im Sand vergrabene Mörderin, die sich nach ihrer Rettung sofort wieder daran macht, Schrecken unter den Menschen zu verbreiten. So werden Roxy und ihre Mutter Zora von der Gemeinschaft dazu verdammt, die Verbrecherin zu jagen und unschädlich zu machen. Dabei durchstreifen die beiden Frauen die surrealistische Kulissenlandschaft ihres Planeten in diesem modernen, feministischen Roadmovie ohne Auto, und mit Elina Löwensohn, Paula-Luna Breitenfelder.