Michelle Krusiec (li.) und Lynn Chen in "Saving Face". Foto: identities
Michelle Krusiec (li.) und Lynn Chen in "Saving Face". Foto: identities

Doch trotz der Erfolgsbilanz hält der ständige Clinch mit der Förderung an. So wurde heuer kurzfristig das Budget von Seiten der Stadt Wien um 35.000 Euro gekürzt. Schwer verständlich, zumal das Festival längst aus dem Underground-Minderheiteneck raus ist. Es geht viel mehr um das stilistisch weite Feld von historischem, politischem, aktuell relevantem Kontext. Somit auch um einen Spiegel gesellschaftlicher Veränderungen. Und nicht zuletzt um den Abbau von Vorurteilen.

Die 115 Filme umfassenden "identities 2007" lassen an Vielfalt nichts zu wünschen übrig: Acht Tage lang gibt es in den Kategorien Spiel-, Doku- und Kurzfilm eine facettenreiche Auswahl an internationalen Queer-Film-Produktionen, hauptsächlich heimische Erstaufführungen: Von der Avantgarde und dem klassischen Melodram bis zum modernen Familienfilm, von der schrillen Genderkomödie à la Pedro Almodóvar über Thriller und Coming-of-Age bis zum politisch brisanten Filmessay. Natürlich dürfen auch die begleitenden Events nicht fehlen.

Eröffnet wurde im Gartenbau Kino mit "Saving Face", einer amerikanisch-asiatischen romantischen Lesbenkomödie, die eher depressiv beginnt und sich zur erfrischend-charmanten Screwball-Comedy nach dem Motto entwickelt: " It´s never too late to fall in love for the first time".

"identities 2007 - Queer Film Festival" vom 7. bis 15. Juni im Gartenbau Kino, Cinemagic (ehemals Opernkino), Filmcasino, Top Kino.

Infos unter www.identities.at