Leon Askin - © Artinger/APA
Leon Askin - © Artinger/APA

Der Schauspieler wurde am 18. September 1907 in Wien als Leon Aschkenasy geboren. Er debütierte 1928 an der Josefstadt. Während seiner Hollywood-Karriere hat er u. a. im ersten Streifen in Cinemascope-Format ("The Robe" mit Richard Burton, 1953) mitgewirkt. Breite US-Popularität erlangte er Ende der 1960er Jahre als NS-Offizier in der Fernsehserie "Hogan´s Heroes".

Nach Jahren im Exil in den USA kehrte der vor den Nazis in die USA geflüchtete Askin 1994 in seine Heimatstadt Wien zurück. Askins Heimkehr hatte allerdings einen bitteren Beigeschmack, wurde ihm doch zunächst die Aufenthaltsgenehmigung verweigert. Erst nach heftigen Interventionen wurde der Bescheid rückgängig gemacht. 2002 hatte er im Alter von 95 Jahren noch einmal geheiratet.

Askin spielte insgesamt in mehr als 60 Hollywood-Filmen in Nebenrollen. Er arbeitete unter anderem mit Stars wie Doris Day, Danny Kaye, Gloria Swanson, James Cagney, Richard Burton, Peter Ustinov und Jean Simmons.

Als "Akzentschauspieler" verkörperte Askin nach eigener Aussage "vor allem Russen, Franzosen, Araber, Rumänen, Ungarn, Chinesen und Tschechen, aber keine Amerikaner. Also alle diejenigen Nationalitäten, die im Film einen Akzent hatten." Seine letzte Filmrolle spielte er in Houchang Allahyaris "Ene meine muh - und tot bist du" (2001).

Als "großen Schauspieler und Künstler" und "einen wunderbaren Menschen" würdigte Wiens Bürgermeister Michael Häupl den verstorbenen Schauspieler. Askin werde in einem Ehrengrab der Stadt Wien beigesetzt werden, kündigte Häupl in einer Aussendung an.

Leon Askin