Los Angeles. Achtzehn Jahre nach dem Tod des amerikanischen Schauspielers River Phoenix soll sein letzter, unvollendeter Film auf die Leinwand kommen. Der holländische Regisseur George Sluizer (79), der 1993 mit Phoenix den Streifen "Dark Blood" drehte, teilte dem US-Branchenblatt "Hollywood Reporter" mit, er wolle den Film für einen Kinostart im Jahr 2012 im Schnittstudio fertigstellen. Sluizer will Rivers Bruder, Schauspieler Joaquin Phoenix, darum bitten, einige Stellen zu vertonen. "Die Stimmen der Brüder sind sehr ähnlich", sagte Sluizer dem Fachblatt am Mittwoch.

Nachwuchstalente

River Phoenix war im Oktober 1993 im Alter von 23 Jahren an einer Überdosis Drogen gestorben. Der Jungstar war in einem Club in Hollywood zusammengebrochen. Nach Rollen in "Stand by me", "Moskito Küste", "Running on Empty" und "My Own Private Idaho" zählte Phoenix zu Hollywoods größten Nachwuchstalenten. Nach seinem Tod wurden die Dreharbeiten zu dem Streifen "Dark Blood" eingestellt. River Phoenix mimte darin einen Sonderling, der auf einem Atomwaffentestgelände in der Wüste den Weltuntergang erwartet. Judy Davis und Jonathan Pryce spielen ein reiches Hollywood-Paar, das nach einer Autopanne dort Zuflucht sucht.

Sluizer hatte 1988 mit dem Thriller "Spurlos verschwunden" großen Erfolg. 1993 drehte er das Hollywood-Remake "Spurlos" mit Jeff Bridges, Kiefer Sutherland und Sandra Bullock. Den deutschen Schauspieler Armin Müller-Stahl holte er in den 1990er Jahren für die Filme "Utz" und "The Commissioner" vor die Kamera.