Ist es für Sie als sehr prominente Person in dieser Branche leichter als für einen eher unbekannten Filmemacher, das Budget für einen Film zu bekommen?

Einen guten naturhistorischen Film zu machen ist heute sehr schwierig. Er soll ja besser sein als der vom letzten Jahr, das ist harte Arbeit, denn dafür braucht man sehr viele ungewöhnliche Sequenzen. Das kostet sehr viel Geld. Mein Glück ist, dass die Art von Programmen, die ich mache, für die Menschen in allen Sprachen leicht zugänglich sind. Auf diese Weise bekommst du Geld aus ganz Europa und aus Amerika. Das ist leichter als im Spielfilm.

Sie sind angeblich der Mensch, der am meisten gereist ist. Gibt es ein Land oder eine Landschaft, die Sie noch nicht gesehen haben?

Viele! Ich würde gerne in die Wüste Gobi reisen. Das schwierige an der Wüste Gobi ist, dass du tagelang durch sie reisen kannst, ohne einem Lebewesen zu begegnen. Das ist nichts für einen Natur-Geschichte-Filmemacher.

Ihre nächste große Reise führt Sie also nach Borneo?

Ja, für die 3D Serie reise ich nach Borneo, weil es dort Eidechsen, Säugetiere und sogar Schlangen gibt, die durch die Luft gleiten. Ich übernehme den einfachen Part, ich komme mitten im tropischen Regenwald in das Bild und sage: "Das ist die Heimat des ungewöhnlichsten Frosches, den Sie je gesehen haben. Er hat Fallschirme an den Füßen." Dann gehe ich und lasse den Kameramann zurück, der vielleicht noch ein Monat dort sitzen bleibt, bis er den Frosch vor die Linse bekommt.