Multitalent Harold Ramis, 1944-2014. - © /Nina Prommer
Multitalent Harold Ramis, 1944-2014. - © /Nina Prommer

(greu) Als die Zusammenarbeit am fruchtbarsten war, endete sie: Bill Murray und Regisseur Harold Ramis drehten viele gemeinsame Filme, zerkrachten sich aber am Set von "Und täglich grüßt das Murmeltier" (1993), weil die Auffassung beider, wohin der Film steuern sollte, auseinanderklaffte: Murray sah den Film mehr "sophisticated", Ramis wollte lieber eine waschechte Komödie.

Letzteres ist es geworden, wenngleich durchaus auch mit Anspruch. Der Film zählte, neben den beiden "Ghostbusters"-Filmen aus den 80ern, zu den größten Erfolgen von Multitalent Harold Ramis, der nun mit 69 Jahren in seiner Geburtsstadt Chicago verstarb.

Ramis, der Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie, hatte als Witzredakteur für den "Playboy" und als Pfleger in einer Nervenheilanstalt begonnen. "Das hat mich gut darauf vorbereitet, mit den Schauspielern in Hollywood zu arbeiten", sagte er einmal. Die Komödie war sein Element: Ramis schrieb Klassiker wie "Ich glaub’, mich tritt ein Pferd" (1978), "Ich glaub’, mich knutscht ein Elch" (1981), beide "Ghostbusters"-Filme und schrieb und inszenierte "Reine Nervensache" 1 und 2. "Für mich existieren Komödie und Tragödie nebeneinander", sagte er. "Das eine geht nicht ohne das andere. Ich glaube, alles kann lustig sein, solange man nur den richtigen Blickwinkel darauf hat."