(mon) Das Leben schreibt nicht immer die schönsten Geschichten, manchmal aber ausgesprochen anrührende - so wie die des Hundes Hachiko, der jeden Tag sein Herrchen vom Bahnhof abholt. Doch eines Tages kommt der nicht heim, er ist an seinem Arbeitsplatz gestorben. Hachiko aber wartet weitere zehn Jahre jeden Abend am selben Platz auf ihn. Eine wahre Geschichte, passiert in den 1920er Jahren in Japan. Und die Treue des Akita-Rüden hat die Japaner dermaßen beeindruckt, dass sie am Bahnhof von Shibuya in Tokio eine Bronzestatue von ihm aufgestellt haben.

Die Geschichte von Hachiko wurde bereits 1987 verfilmt, das Kinderbuch "Hachiko wartet" (2004) ist ein Bestseller. Regisseur Lasse Hallström und Produzent und Hauptdarsteller Richard Gere haben nun das Ganze in die USA verfrachtet, wo der Musikprofessor Parker Wilson auf dem Bahnhof einen verwaisten Hundewelpen findet, den er mitnimmt. Da sich der Besitzer nicht auftreiben lässt, bleibt der Akita, eine alte, seltene japanische Hunderasse, bei ihm - auch gegen den anfänglichen Widerstand seiner Frau Cate. Zwischen Parker und Hachi, wie der Hund fortan heißt, entwickelt sich eine intensive Beziehung, die den Hund auch nach Parkers Tod täglich zum Bahnhof treibt, um auf sein Herrchen zu warten.

Hymne an die Treue

Hallström gelingt es, aus der vordergründig nahe am Kitsch wandelnden Geschichte eine feine, stille Hymne an die Treue und die Freundschaft zu machen - komische Momente inbegriffen. Geres Darstellung ist wohltuend zurückhaltend und ehrlich, alles strahlt eine weich fließende Harmonie aus, die von der sanften Musik des Oscar-Preisträgers Jan A. P. Kaczmarek wunderbar unterstrichen wird. Um die Rührung kommt wohl niemand herum - zumindest keiner, der wahre Hundetreue kennt.

Drama

Hachiko - Eine wunderbare Freundschaft (Hachiko: A Dogs Story)

Regie: Lasse Hallström

Mit: Richard Gere, Joan Allen, Sarah Roemer