Wien. Beinahe 15 Jahre sind seit dem Tod der österreichischen Schauspielerin und Erfinderin Hedy Lamarr, die 1933 mit der ersten Nacktszene in die Filmgeschichte einging und in Folge zu einem der größten Hollywood-Stars ihrer Zeit wurde, vergangen. Heute, Freitag, und damit zwei Tage, bevor sich ihr Geburtstag zum 100. Mal jährt, wird sie am Zentralfriedhof in einem Ehrengrab der Stadt Wien bestattet.

"Hedy Lamarr konnte auf eine unvergleichliche Schauspielkarriere in Hollywood zurückblicken", wird Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) am Freitag in einer Aussendung zitiert. "Darüber hinaus hat sie sich auch als Erfinderin einer wichtigen Kommunikationstechnik einen Namen gemacht. Das von ihr mitentwickelte Frequenzsprungverfahren hatte sie unentgeltlich für den Kampf gegen die NS-Diktatur zur Verfügung gestellt."

Das Ehrengrab stellt eine weitere Würdigung durch die Stadt dar, die etwa den Hedy-Lamarr-Weg in Meidling geschaffen hat und die seit 2010 jährlich veranstalteten "Hedy Lamarr Lectures", eine Veranstaltungsreihe von Medienhaus Wien und der Akademie der Wissenschaften, unterstützt.

Das Österreichische Filmmuseum ehrt die im Jänner 2000 in Florida verstorbene Lamarr am Sonntag mit einem Screening von Georg Mischs Doku "Calling Hedy Lamarr", in dem sich ihr Sohn auf die Spuren seiner Mutter begibt. Bis zum 21. Dezember ist im Bezirksmuseum Währing auch noch eine Ausstellung zu Hedy Lamarr zu sehen.