Wien. Das Metro Kinokulturhaus, das bereits im Vorjahr saniert wurde, wird nun nach einem kurzen Probebetrieb und einer längeren Ruhephase seiner Bestimmung übergeben: Nach der Fertigstellung von Umbau und Sanierung wird es am Dienstag mit der Ausstellung "Kinomagie" eröffnet. Es handle sich dabei um eine große kulturhistorische Schau zur Geschichte der optischen Medien, so Ernst Kieninger, der Leiter des Filmarchiv Austria, das das Metrokino betreibt.

Die Ausstellung ist bis 30. März 2016 zu sehen.

Die 300 Exponate dieser "bis dato umfassendsten Pre-Cinema-Schau in Österreich" stammen aus eigenen Beständen sowie aus der Sammlung des deutschen Filmemachers Werner Nekes, dem parallel dazu eine Filmschau mit dem Gesamtwerk des 71-jährigen Regisseurs und Sammlers gewidmet ist (läuft bis 4. Dezember). Nekes’ kinematographisches Schaffen löste die leidenschaftliche Beschäftigung mit der Vorgeschichte des Kinos aus und nahm immer wieder darauf Bezug.

"Im Dialog mit den historischen Medienwelten entwickeln Künstler wie Christoff Wiesinger und Peter Weibel sowie Studenten der Kunstuniversität Linz und der Universität für angewandten Kunst Installationen und interaktive Erlebnisstationen", heißt es aus dem Filmarchiv Austria.

Genre-Kino


Als zweiter Programmpunkt steht im neuen Metro Kinokulturhaus die Retrospektive "Aus Fleisch und Blut - Austrian Pulp: Genre-Kino aus Wien und anderswo" (9. Oktober bis 8. November) auf dem Spielplan. Die von Regisseur Paul Poet kuratierte Filmreihe mit Raritäten aus dem Horror-, Splatter-, Porno- und Actiongenre ist der diesjährige Beitrag des Filmarchiv Austria zur Viennale (22. Oktober bis 5. November), geht aber erstmals über das rund zweiwöchige Festival hinaus.