Tribute Manoel de Oliveira. Der heuer mit 106 Jahren verstorbene portugiesische Filmemacher, der im Vorjahr noch den Viennale-Trailer beisteuerte, galt als der älteste aktive Regisseur der Welt - und zwar seit Jahrzehnten. Pedro Costa kuratierte eine kleine Rückschau auf Oliveiras Oeuvre, mit Arbeiten wie "Acto da primavera" (1962), "Francisca" (1981) oder sein famoses Alterswerk "Je rentre à la maison" (2001) mit Michel Piccoli. Auch auf dem Programm: Oliveiras Vermächtnis "Visita ou memórias e confissoes" (1981), das er erst nach seinem Tod uraufgeführt wissen wollte.

In Focus: Federico Veiroj. Festivalchef Hans Hurch hat ein Faible für das südamerikanische Kino und zeigt in diesem Jahr etliche Werke des jungen uruguayischen Filmers Federico Veiroj, der in Filmen wie "Acné" oder "El apóstata" auch beiläufig die Mittelschicht seiner Heimat porträtiert.

Filme aus Griechenland. Zehn Filme aus zehn Jahren: Griechenland im Spiegel seiner Entwicklung in den Jahren 2005 bis 2015 - die Viennale zeigt ausgewählte Filme von griechischen Filmemachern, anhand derer sich untersuchen lässt, inwieweit die "Krise" auch hier künstlerisch Eingang fand.

Aus Fleisch und Blut. Regisseur Paul Poet kuratierte für das Filmarchiv Austria mit "Aus Fleisch und Blut" eine Schau zum Thema Genre-Kino aus Österreich, die im Metrokino gezeigt wird. B-Movies zwischen Sex und Crime, unter anderem mit vielversprechenden Titeln wie "Das Mädchen mit dem Mini" (1964), "Die Wölfin vom Teufelsmoor" (1978) oder Franz Novotnys "Exit: Nur keine Panik" (1980).

Raúl Perrone. Aus Argentinien stammt der unabhängige Filmer Raúl Perrone, dessen Werk ein Vierteljahrhundert lang mühevoll seinen Weg in die Welt hinaus suchte. Daran erkenne man den wahren unabhängigen Filmemacher, findet die Viennale und spendiert dem 1952 geborenen Regisseur eine Werkschau mit Filmen wie "Favula" (2014), "Hierba" (2015) oder "Sem" (2011).