Hollywood/New York. Österreichisches Kino steht in diesem Jahr wieder hoch im Kurs in den USA: Der österreichische Filmemacher Hubert Sauper ist mit seiner Doku "We come as friends" unter den 15 Finalisten für eine Oscar-Nominierung. Das teilte die Academy am Dienstag mit. Insgesamt waren in der Dokumentarfilm-Kategorie 124 Streifen eingereicht worden. Die Nominierungen werden am 14. Jänner bekanntgegeben, die Verleihung findet am 28. Februar in Los Angeles statt.

Mit seinem Streifen "Darwin’s Nightmare" hatte es Sauper im Jahr 2006 unter die Nominierten geschafft, unterlag schließlich aber den Franzosen Luc Jacquet und Yves Darondeau ("Die Reise der Pinguine"). Mit "We come as friends" konnte Sauper bisher etwa beim Österreichischen Filmpreis punkten. Für den Film bereiste er sechs Jahre lang den Südsudan, um mit seiner Kamera die Mechanismen des herrschenden Neo-Kolonialismus aufzudecken.

Erfolg für "Ich seh ich seh"


Indes setzt sich auch der Erfolgslauf für den österreichischen Thriller "Ich seh ich seh" von Veronika Franz und Severin Fiala fort: Der Streifen wurde am Dienstag in New York vom National Board of Review als einer der fünf besten nicht-englischsprachigen Filme gekürt. Verliehen werden die Preise am 5. Jänner. Der Board of Review gibt traditionell den Startschuss für die Preissaison der Branche.

Zuletzt war etwa Kameramann Martin Gschlacht für seine Arbeit am österreichischen Auslandsoscar-Kandidaten "Ich seh ich seh" mit dem "Prix Carlo di Palma" im Rahmen des Europäischen Filmpreises bedacht worden. Neben Preisen bei der Viennale und der Diagonale hatte das Werk jüngst auch den "Melies d’Or" als bester europäischer Fantasy-Langfilm der Vereinigung der Festivals des fantastischen Films geholt.