• vom 29.06.2016, 21:46 Uhr

Film

Update: 30.06.2016, 08:34 Uhr

Österreichisches Filmmuseum

Direktor Alexander Horwath gibt Posten 2017 ab




  • Artikel
  • Lesenswert (11)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA

  • Horwath hört nach drei Amtsperioden und 15 Jahren auf, nun wird Direktion öffentlich ausgeschrieben.

Alexander Horwath wird das Österreichische Filmmuseum nach 15 Jahren als Direktor verlassen.

Alexander Horwath wird das Österreichische Filmmuseum nach 15 Jahren als Direktor verlassen.© APA Alexander Horwath wird das Österreichische Filmmuseum nach 15 Jahren als Direktor verlassen.© APA

Wien.  Alexander Horwath wird das Österreichische Filmmuseum nach 15 Jahren als Direktor verlassen. Der seit 2002 amtierende Leiter der Kinemathek in Wien stehe für keine vierte Amtsperiode zur Verfügung, teilte das Filmmuseum mit. Der Posten der Geschäftsführung soll in den kommenden Tagen ausgeschrieben und mit 1. Oktober 2017 für fünf Jahre neu besetzt werden.

Ursprünglich wäre Horwaths Vertrag Ende dieses Jahres ausgelaufen. "Um dem/der Nachfolger/in einen graduellen Einstieg zu ermöglichen und die Kontinuität und Qualität der Arbeit der Institution zu garantieren", wurde die Funktionsperiode jedoch bis Oktober 2017 verlängert. Der Vorstand will die neue Leitung bis Ende des Jahres auf Vorschlag einer international besetzten Findungskommission unter dem Vorsitz von Daniel Charim, Obmann des Filmmuseum-Trägervereins, bestellen. Die Ausschreibungsfrist endet am 31. August, gefordert werden u.a. "Berufserfahrung in leitender Funktion einer filmkulturellen Institution" sowie "Erfahrung im Umgang mit internationalen und österreichischen Institutionen im Film- und Kulturbereich".

1964 von Peter Kubelka und Peter Konlechner gegründet, versteht sich das im Gebäude der Albertina beheimatete Filmmuseum als international ausgerichtete Kinemathek, deren Ausstellungen ausschließlich auf der Leinwand stattfinden. Ehrenpräsident ist der US-Meisterregisseur Martin Scorsese. 2002 beerbte Alexander Horwath die beiden Gründer des Hauses als Direktor, seitdem wurde u.a. der gänzlich in Schwarz gehaltene Kinosaal - das "Unsichtbare Kino" - renoviert, der Spielbetrieb und die Sammlungen wurden ausgeweitet und die Filmvermittlung wurde eingeführt. In der kürzlich abgelaufenen Saison 2015/16 zählte das Filmmuseum nach eigenen Angaben 52.311 Besucher bei 697 Vorstellungen.

Horwath wurde 1964 in Wien geboren und studierte Theaterwissenschaft an der Universität Wien. 1985 begann er seine publizistischen Tätigkeiten mit Texten für österreichische und internationale Medien, darunter für den "Falter", "Die Zeit" und die "Süddeutsche Zeitung". Von 1992 bis 1997 war Horwath Direktor der Viennale, in Buchpublikationen beschäftigte er sich u.a. mit Michael Haneke, dem österreichischen Avantgardefilm, dem US-amerikanischen Film der 1960er und 1970er-Jahre sowie 50 Jahren Filmmuseum. 2006 lehnte er das Angebot, beim renommierten New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) Leiter des Film-Departments zu werden, zugunsten des Filmmuseums ab.





Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2016-06-29 21:50:03
Letzte Änderung am 2016-06-30 08:34:54


Filmkritik

Von Tanz und Terror

Dakota Johnson spielt eine junge amerikanische Tänzerin im Berlin des Jahres 1977. - © Amazon Studios Der Begriff Remake ist im Mainstream inzwischen die Auszeichnung für größtmögliche Phantasie- und Ideenlosigkeit. Das gilt allerdings nicht für die... weiter




Filmstarts

Neu im Kino

Die Frau als Gefahr (vf) Auch wenn der Filmtitel "#Female Pleasure" vielleicht etwas Schlüpfriges vermuten lässt, ist es genau dieser Widerspruch... weiter




Filmkritik

Macht den Reinblütigen!

Der zweite von fünf Teilen der "Phantastischen Tierwesen" spielt im Jahre 1927. Zuvor wurde der Zauberer Grindelwald enttarnt und festgenommen... weiter





Werbung



Kommentar

Helga Beimer gibt auf

Es ist ein Schock, der nur damit vergleichbar wäre, wenn der ORF den "Moneymaker" einstellen würde. Am Freitag wurde bekannt, dass die ARD gedenkt... weiter





Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Die Nestroy-Preise wurden verliehen
  2. sand
  3. Mord mit Stil
  4. Die stille Größe des Wolfgang Muthspiel
  5. Im Inselreich der Affekte
Meistkommentiert
  1. Lang lebe Europa!
  2. Kritik an finnischem Rechts-Metal-Konzert in Wiener Club
  3. Rene Benko steigt bei "Krone" und "Kurier" ein
  4. Schweigen im Blätterwald
  5. Presserat rügt "Wochenblick"

DVD & Bluray

The 100, Staffel 4

- © Warner Weil die Atomreaktoren auf der Erde schmelzen und bald ein Inferno auslösen werden, fragen sich die Überlebenden, wofür sie angesichts des nahenden... weiter




DVD & Bluray

Berlin Falling

- © Warner Der Ex-Elitesoldat Frank kann seine Kriegserlebnisse nicht abschütteln und dröhnt sich zwecks Vergangenheitsbewältigung mit Alkohol zu... weiter





Neo-Viennale-Chefin Eva Sangiorgi (links) mit der Regisseurin des Eröffnungsfilms Alice Rohrwacher

Sozialdemokratische Kundgebung für das Frauenwahlrecht, Wien-Ottakring, 1913 "Der Bauerntanz", entstanden um 1568.

Ignaz Kirchner als "Samiel", 2007, während der Fotoprobe von "Der Freischuetz" in Salzburg.  Das Tutu ist das Spezifikum der Ballerina, die elfengleich über die Bühne schwebt.

Quiz




Werbung