Wien. Die 54. Viennale ist zu Ende. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Festival die Auslastung von 76,4 Prozent auf 82,3 Prozent und die Zahl der ausverkauften Vorstellungen von 123 auf 154 steigern. Mit 92.300 Besuchern im Vergleich zu 94.100 im Vorjahr gingen die absoluten Besucherzahlen zwar leicht zurück. Vonseiten des Festivals freut man sich dennoch über einen "außergewöhnlich schönen Erfolg", wurden aufgrund der Kürzung eines Spieltages und der Frühschiene im Gartenbaukino doch 8000 Karten weniger ausgelegt. "Das diesjährige Festival war für mich zu meinem 20-jährigen Jubiläum ein ganz besonderes Geschenk", so der noch bis 2018 amtierende Langzeitdirektor Hans Hurch. "Selten wurde eine Viennale sowohl vom Kinopublikum als auch von der internationalen Kritik durchgehend so positiv und teilweise begeistert angenommen."

Filmpreise vergeben


Über den Wiener Filmpreis für den besten Spielfilm darf sich Regisseurin Barbara Eder freuen, die in ihrem Thriller "Thank You For Bombing" episodenhaft die Geschichte dreier Kriegsreporter erzählt. Der Film werfe "medien- und gesellschaftsanalytische Fragen auf" und trage zur Reflexion über die Unterscheidung zwischen echter Information und "propagandistischer Desinformation" bei, heißt es in der Jurybegründung.

Zum besten Dokumentarfilm wurde - wie auch schon bei der diesjährigen Diagonale - "Holz Erde Fleisch" gekürt. In der Landwirtschaftsdoku nähert sich der steirische Regisseur und Bauernsohn Sigmund Steiner dem Verhältnis zwischen Alt- und Jungbauern an. Der Steirer erhält ebenso wie Eder 11.000 Euro an Geld- und Sachpreisen.

Der Mehrwert-Filmpreis der Erste Bank wurde an Tizza Covi und Rainer Frimmel für "Mister Universo" und an Dokumentarfilmerin Katharina Copony für "Moghen Paris - und sie ziehen mit" vergeben.