New York. Das Coming-of-Age-Drama "Moonlight" ist der große Gewinner der 26. Gotham Film Awards. Der Independentfilm wurde am Montagabend (Ortszeit) in New York als bester Film, das Ensemble mit dem Jurypreis und Barry Jenkins für die beste Regie und das beste Drehbuch ausgezeichnet. Die Veranstaltung wird weithin als Auftakt der US-Preissaison gesehen, die am 26. Februar 2017 mit der Oscar-Gala endet.

Schauspielpreise für Casey Affleck und Isabelle Huppert 

Als beste Schauspieler wurden Casey Affleck als traumatisierter Handwerker in Kenneth Lonergans Familiendrama "Manchester by the Sea" sowie Isabelle Huppert in Paul Verhoevens "Elle" prämiert. Letztere zeigte sich bei der Gala überrascht: "Man hat mir gesagt, es ist ein amerikanischer Preis: 'Du bist Französin, den bekommst du nie!'", wird die 63-Jährige von "Variety" zitiert. Mit ihrer Darstellung einer Geschäftsfrau, die nach einer Vergewaltigung die Opferrolle umkehrt, hat sich Huppert u.a. gegen Favoritin Natalie Portman ("Jackie") durchgesetzt.

Für "Moonlight" bedeutet der Preisregen Aufschwung für die kommende Oscar-Verleihung. Die vergangenen zwei Gotham-Preisträger in der Kategorie "Bester Film", "Spotlight" und "Birdman", haben später in ebendieser Sparte auch Oscars gewonnen. Der von Kritikern gepriesene Film "Moonlight" erzählt in drei Kapiteln vom Leben eines jungen, homosexuellen Afroamerikaners.