• vom 27.02.2017, 16:31 Uhr

Film

Update: 02.03.2018, 15:50 Uhr

Oscars 2017

Die Gala mit dem Paukenschlag




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Nur ein im Vorfeld als sicher geltender Oscar konnte die Erwartungen dann tatsächlich auch erfüllen: Casey Affleck wurde zum besten Hauptdarsteller gekürt, weil er in "Manchester by the Sea" mit stoischer Ruhe einen schweren Schicksalsschlag erduldet. Filmemacher Kenneth Lonergan, der auch als Regisseur nominiert war, begnügte sich mit dem Oscar für das beste Originaldrehbuch. Das wirkt wie ein Trostpreis, ist im vorliegenden Fall aber die mit Sicherheit treffendste Auszeichnung des Abends: Kaum ein Drehbuch ging mit einer solch einprägsamen Weise auf seine Figuren und sein Setting ein.

Blieb der Rest der Show überwiegend erwartbar und geriet eher wenig kurzweilig, schrieb die peinliche Kuvert-Panne am Schluss Oscar-Historie. Bis der Schock darüber vorüber ist, sollten sich die heurigen Preisträger lieber nicht zu sehr über ihre Oscars freuen. Wer weiß, muss dieser Text neu geschrieben werden, wenn die Academy alle Kuverts nochmal kontrolliert hat. Michael Moore verlangte via Twitter scherzhalber gleich eine Neuauszählung der Stimmen, und andere Twitter-User mutmaßten, dass auch Donald Trump wohl so ähnlich ins Amt gekommen sei.

Falsches Kuvert: So kam es zur Panne 

Nein, Warren Beatty, 79, und Faye Dunaway, 76, trifft keine Schuld an diesem peinlichen Fehler: Bei der Verlesung des Namens "La La Land" als "Bester Film" hatten die beiden "Presenter" einfach ein falsches Kärtchen im Kuvert. Beatty fand auf dem Zettel den Namen "La La Land" und "Emma Stone" vor, und wandte sich verwirrt an Dunaway. Die ignorierte den Namen und nannte bloß den Filmtitel. Das Chaos war perfekt. Die Wirtschaftsprüfer von PriceWaterhouseCoopers, die seit mehr als 80 Jahren die ordnungsgemäße Verleihung der Oscars betreuen, entschuldigten sich: "Wir untersuchen derzeit, wie das passieren konnte", hieß es. Tatsache ist, dass es von jedem Siegerkuvert zwei Exemplare gibt, und zwar jeweils eines am rechten und eines am linken Bühnenrand, falls einmal ein Auftritt eines Presenters anders als geplant von einer anderen Seite stattfindet. Hier dürfte der Fehler entstanden sein.


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Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2017-02-27 16:08:09
Letzte Änderung am 2018-03-02 15:50:10


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