• vom 31.08.2018, 07:00 Uhr

Film


Interview

"Ich liebe es, im Dialekt zu spielen"




  • Artikel
  • Lesenswert (4)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Matthias Greuling

  • TV-Legende Elmar Wepper macht wieder Kino: In "Grüner wird’s nicht" spielt er einen fliegenden Gärtner.

Elmar Wepper ist für "Grüner wird‘s nicht" von Regisseur Florian Gallenberger unter die Gärtner gegangen. - © Filmladen

Elmar Wepper ist für "Grüner wird‘s nicht" von Regisseur Florian Gallenberger unter die Gärtner gegangen. © Filmladen

Wer Schorsch heißt und ein gewisses Alter hat, kommt mit Sicherheit aus Bayern, ist konservativ und hält nicht viel von Veränderungen. Elmar Wepper, dereinst TV-Star deutscher Kultserien ("Polizeiinspektion 1", "Zwei Münchner in Hamburg") spielt diesen grantelnden Schorsch, einen Gärtner, dessen Hobby das Fliegen einer alten Propeller-Maschine ist. Mit der Ehefrau läuft’s nicht so rund, auch seine Tochter zickt rum und an Geld fehlt es auch. Als ein Kunde den Farbton seines Rasens moniert, passiert das, was der Filmtitel vorwegnimmt: "Grüner wird’s nicht, sagte der Gärtner und flog davon" (ab Freitag im Kino) erzählt mit Herzblut von der späten Befreiung eines Mannes, der auf seinem Roadtrip durch die Lüfte auch die Bekanntschaft einer ebenso suchenden jungen Frau macht; mit dieser Ersatztochter will er schließlich zum Nordkap fliegen.

"Wiener Zeitung":Sie schwingen sich in "Grüner wird’s nicht" in die Lüfte. Haben Sie keine Flugangst?


Elmar Wepper: Nein, noch nie! Ich saß in allen Szenen selbst im Flieger. Trotzdem die Kiste recht klein ist, und man jeden Windstoß spürt, hat das etwas Stabiles. Diese Flugzeuge fliegen nur rund 80 km/h, es ist ein bisschen wie ein Spielzeug.

Regisseur Florian Gallenberger hat gesagt, für den Part des Gärtners hatte er sofort Sie im Sinn.

Meine Figur ist vom Leben enttäuscht, er hat keine Perspektive mehr in seinem Alter, und grantelt vor sich hin. Das liegt mir. Diese schnoddrige Art. Ich glaube, deshalb hat er mich besetzt.

Sie sind eine Legende des deutschen Fernsehens und machen nun seit Doris Dörries "Kirschblüten - Hanami" (2008) auch im Kino große Karriere. Wie kommt’s?

Gute Frage, die ich mir selber noch stellen müsste. Als ich Doris Dörrie kennenlernte, bot sie mir eine kleine Rolle in "Der Fischer und seine Frau" an, und ich sagte zu - fast 40 Jahre nach meinem letzten Kinofilm. Und während des Drehs fragte mich Doris, ob ich mir vorstellen könnte, einen bayerischen Bierbrauer in Kasachstan zu spielen. Nach zwei Jahren schickte sie mir das Drehbuch zu "Kirschblüten". Der Film wurde ein Erfolg, den wir so nicht erwarten konnten.

Besonders beliebt war Ihre Serie "Zwei Münchner in Hamburg" mit Uschi Glas. Es wurden damals 39 Folgen in drei Staffeln gedreht.

weiterlesen auf Seite 2 von 2




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-08-30 17:14:58


Cops

Cop mit Gewissen

Polizisten unter sich: Bei komplizierten Einsätzen gerät man gelegentlich auch aneinander. - © Filmladen Das nervöse Gefühl in der Bauchgegend bleibt. Es zeigt die Angst vor der Verantwortung und die innere Überzeugung, etwas Falsches getan zu haben... weiter




Filmkritik

Wurzeln, wo man Platz findet

Jeder in der Region hat zum geplanten Maschendrahtzaun eine Meinung. - © Filmladen Ein Maschendrahtzaun von mehreren hundert Metern. Zusammengerollt gelagert in einem Container am Brenner. Er wurde eigens angefertigt... weiter




Komödie

Kot-Witze und Morgan Freeman

Blöd in Pailletten: Kate McKinnon und Mila Kunis. - © Constantin Audrey (Mila Kunis) wird von ihrem Freund verlassen, der sich rückwirkend als Spion entpuppt. Für ihn muss sie eine Trophäe nach "Europa" bringen... weiter





Werbung



Kommentar

Demnächst ist Ostern!

"Mööönsch, bist du spät dran", sagt (mit noch deutlich zu vermehrenden "ö"s) Christian erstaunt über mein Erstaunen und kredenzt zum Kaffee einen... weiter





Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Höllische Augenzeugen
  2. Damals, als alles einfacher war
  3. Presse-Mail bringt Innenministerium unter Beschuss
  4. Michel Houellebecq heiratet in aller Stille
  5. Bildet Banden!
Meistkommentiert
  1. Walter Hämmerle wird
    "WZ"-Chefredakteur
  2. Punkt! .
  3. "Beleidigen ist zum guten Ton geworden"
  4. Mehr Geld für Kunst und Kultur
  5. Michel Houellebecq heiratet in aller Stille

DVD & Bluray

The 100, Staffel 4

- © Warner Weil die Atomreaktoren auf der Erde schmelzen und bald ein Inferno auslösen werden, fragen sich die Überlebenden, wofür sie angesichts des nahenden... weiter




DVD & Bluray

Berlin Falling

- © Warner Der Ex-Elitesoldat Frank kann seine Kriegserlebnisse nicht abschütteln und dröhnt sich zwecks Vergangenheitsbewältigung mit Alkohol zu... weiter





Tilda Swinton in einem Haute Couture Kleid des Designers Schiaparelli - das sich sogar in den Schuhen und Handschuhen optisch fortsetzt.

Gruppenbild der Jury: Präsident Guillermo del Toro (4.v.l.) gewann im Vorjahr den Goldenen Löwen für "The Shape of Water". Ganz links Venedig-Chef Alberto Barbera im Gespräch mit Christoph Waltz, ganz rechts:Biennale-Präsident Paolo Barratta. Werbung für Die Single "Baby I Love You" im Magazin Billboard 1959.

Sean Godwells Entwurf einer Kapelle erinnert beim ersten Auftritt des Vatikans auf der Architekturbiennale in Venedig auf den ersten Blick an einen aufklappbaren Würstelstand. Shepard Fairey vor seinem Mural am Wiener Flughafen.

Quiz




Werbung