Sie kam, sah und lächelte: Emma Stone ist "Everybody’s Darling" bei diesen 75. Filmfestspielen von Venedig. Keine strahlte am zweiten Festivaltag so sehr wie sie. Kein Wunder: Erhielt ihr neuer Film "The Favourite" des Griechen Yorgos Lanthimos doch tosenden Applaus, auch von der Presse. Es ist der erste Kostümfilm in historischem Gewand für Lanthimos, der zuletzt im Cannes-Wettbewerb mit "Lobster" (2015) und "The Killing of a Sacred Deer" (2017) vertreten war.

Lanthimos schildert die Zustände am britischen Königshof des frühen 18. Jahrhunderts, wo Neid und Missgunst regierten. Die gebrechliche Königin Anne (Olivia Colman) hat das Regieren an ihre Vertraute und Geliebte Sarah Churchill abgegeben, und als deren jüngere Cousine, Herzogin Abigail (Emma Stone) am Hof ankommt, beginnt ein Führungskampf: Abigail schließt Freundschaft mit der Königin, denn Sarah hat des Krieges wegen nur mehr wenig Zeit für Anne. Das ganze artet bald in einen Streit aus.
"Ich kann ihnen versichern, dass es solche Arten von Zickenkriegen in Hollywood nicht gibt", lacht Emma Stone bei der Pressekonferenz in Venedig. Nur um es mit einem süffisanten Grinser zu kommentieren. "Garantiert nicht, gibt es sowas".

Stones zynischer Umgang mit Hollywood

Stone ist mit ihren 29 Jahren also schon sehr zynisch im Umgang mit Hollywood, und das, obwohl sie gar keinen Grund zu Zynismus hätte: Ist sie doch seit "La La Land" nicht nur Oscarpreisträgerin, sondern auch in die erste Liga Hollywoods aufgestiegen. Aber ganz oben wird die Luft ja bekanntlich am schnellsten dünn.

Weil sich Stone und Olivia Colman in ihren Rollen als Abigail und Queen Anne auch körperlich sehr nahe kommen, durfte natürlich auch die Nachfrage nach Sex mit der Queen nicht fehlen. "Ja der Sex war fantastisch", sagten Stone und Colman unisono. Und Stone hat dabei sicher für niemanden sichtbar die Augen verdreht.