Welche Erinnerungen haben Sie an Peter Alexander?

Nur die besten. Peter Alexander war privat immer sehr zurückgezogen mit seiner Frau. Er war kein großer Gesellschaftsmensch. Wenn ich aber immer meine Partys gegeben habe, nach den Premieren meiner Filme, war er zuverlässig immer mit dabei! Manchmal habe ich bei ihm angerufen, und seine Frau hat mir gesagt: "Du weißt doch, der Peter mag keine solchen Feste." Und im Hintergrund habe ich den Peter gehört: "Wer is’ es denn?" "Na, die Haasi", antwortete seine Frau. "Zur Haasi gehen wir, keine Frage", rief Peter. Ich habe diese Feiern gerne gemacht, damit die Schauspielerkollegen noch einmal zusammenkommen. Ich habe schöne Buffets gemacht, beim letzten gemeinsamen Film ist ja auch die Marika Röck dabei gewesen, das war auch eine liebe Freundin von uns.

Sie selbst sind eine Filmikone und kannten auch alle anderen Ikonen dieser Zeit - das ist ein unglaublicher Fundus an Geschichten.

Ja, das stimmt. Einer meiner Lieblingspartner war Rudolf Prack. Der liegt jetzt am selben Friedhof begraben wie mein Mann. Mit ihm habe ich vier, fünf Filme gemacht. Er war der typische herzliche Filmpartner, kam mir nie zu nahe. Manche wollten natürlich flirten, aber Prack nie. Er war ein sehr nobler Mann.

Was ist denn Ihre Meinung zu #MeToo? Haben Sie Erfahrung mit sexuellen Übergriffen gehabt?

Nichts, kein einziges Mal! Außerdem war ich 17 oder 18, da hat sich damals keiner getraut. Der Einzige, der sich getraut hätte, wäre vielleicht der Paul Hörbiger gewesen. Der war auch bekannt dafür. Aber ich hatte zum Glück einen "Papa", der auf mich aufgepasst hat. Der Hans Moser sagte: "Die Kleine lass in Ruh’, die steht unter meinem Schutz." Ich habe über zehn Filme mit dem Moser gemacht, und Theater gespielt. Da stand ich immer unter seinem Schutz. Er war für mich, die ich meinen Vater im Alter von fünf verloren hatte, ein hundertprozentiger Vaterersatz.

Romy Schneider hat eine ähnlich raketenhafte Karriere gemacht wie Sie, ein Jahrzehnt später. Sie können mit Mariandl bis heute umgehen, während Sissi Romy Schneider regelrecht zerstört hat.

Sie hat ziemlich bald sehr negativ darüber gesprochen bei jeder Gelegenheit. Ich glaube, das war nicht richtig von ihr. Das hätte sie nicht machen sollen, damit ist sie groß geworden. Sie hat geschimpft auf Österreich, auf die Rolle und die Filme. Ich kannte Romy gut, ich musste sogar einmal 14 Tage auf sie aufpassen, weil ich mit ihrer Mutter Magda sehr befreundet war. Und Romy war allein in Wien. Ich bin mit ihr ins Kino gegangen, und um die Häuser gezogen. Sie war damals 17 und ich keine 30.