Film

Filmarchiv widmet sich Leben in der Donaumonarchie1

Wien. (greu) Unter dem Titel "Zeitenwende" befasst sich ab Samstag bis 6. Dezember eine Retrospektive des Filmarchiv Austria im Wiener Metrokino. Die Kuratoren Dusko Dimitrovski und Helmut Pflügl skizzieren dabei das Jahr 1918 als Zeitpunkt einer tiefgreifenden Zäsur in gesellschaftspolitischer Hinsicht, die sich zuvor... weiter




Exponat im Skurrilitätenkabinett des Wiener Adels: Angelo Soliman (Makita Samba, links) blieb zeitlebens ein Außenseiter. - © FilmladenInterview

Markus Schleinzer

"Herr Soliman war wegen uns da"5

  • Regisseur Markus Schleinzer über seinen Historienfilm "Angelo" und welche Botschaften er für die Gegenwart bereithält.

Mit "Angelo" (derzeit im Kino) erzählt Markus Schleinzer in stilistisch wohldurchdachten Fragmenten vom Leben des einstigen "Hofmohren" Angelo Soliman, der als Kind aus Afrika nach Wien verschleppt wurde und hier dem Adel nicht nur als Attraktion galt, sondern - ausgestopft nach seinem Tod - auch als Ausstellungsstück... weiter




"Climax" von Gaspar Noé zeigt bei der Viennale das radikale Potenzial dieses Regisseurs. - © Viennale

Viennale

Von radikal bis preisgekrönt1

  • Die Viennale geht mit einigen sehenswerten Filmperlen in den Endspurt.

Wien. Am 8. November geht die Viennale zu Ende, aber bis zum Schluss ist das Programm mit hochkarätigen Filmen gespickt. Für einen Viennale-Besuch in letzter Minute eignet sich etwa der Film "Blaze" (7. November., 18 Uhr, Gartenbau), die neue Regiearbeit von Schauspieler Ehtan Hawke, der darin dem Country-Songwriter Blaze Foley ein filmisches... weiter




Zur Premiere von "Vox Lux" in Venedig kam Regisseur Brady Corbet mit seinen Stars Stacy Martin, Natalie Portman und Raffey Cassidy. - © Foto: Katherina Sartena

Viennale

"Vox Lux": Die Angst dominiert7

  • Natalie Portman bril.liert in Brady Corbets zweiter Regiearbeit "Vox Lux". Einer der Höhepunkte dieser Viennale

"Vox Lux" von Schauspieler Brady Corbet, gerade einmal 30 Jahre alt, bisher hauptberuflich Schauspieler (unter anderem spielte er in Hanekes US-Remake von "Funny Games"), legt mit seiner zweiten Regiearbeit "Vox Lux" (nach dem gefeierten "The Childhood of a Leader") einen überraschend zeit- und systemkritischen Film vor... weiter




Wo ist die US-Flagge? Ihre Absenz bei der inszenierten Mondlandung in "Aufbruch zum Mond" sorgte für Protest der Patrioten. - © Universal

Aufbruch zum Mond

Flaggenstolz am Erdtrabanten5

  • Damien Chazelles "Aufbruch zum Mond" führt vor, welch große Rolle Patriotismus in den USA spielt.

"Das ist antiamerikanischer Trash!" "Wo ist die amerikanische Flagge im Film? Die dummen Liberalen aus Hollywood haben keine Ahnung." "Keine Szene mit der US-Flagge auf dem Mond? Ich boykottiere diesen Film wegen dieser Beleidigung." "Keine Flagge auf dem Mond, also kaufe ich auch kein Kinoticket. Hollywood = liberale, beschissene Arschlöcher... weiter




Heillos überfordert ist Rike (Susanne Wolff), als sie auf offenem Meer auf Flüchtlinge stößt. - © Filmladen

Styx

Kammerspiel auf hoher See2

  • Die Viennale zeigt Wolfgang Fischers famoses Flüchtlingsdrama "Styx".

Als die deutsche Ärztin Rike (Susanne Wolff) mit ihrer Segelyacht bei Gibraltar zu einem Erholungstrip in See sticht, ahnt sie noch nicht, was sie bald erwartet. Das Meeresidyll wird erheblich getrübt, als sie auf offenem Meer ein manövrierunfähiges Boot voller Flüchtlinge entdeckt. Wie soll sie sich verhalten... weiter




Tilda Swinton bei der "Suspiria"-Premiere in London. - © APAweb/REUTERS, Nicholls

Film

Tilda Swinton als spontaner Stargast bei der Viennale5

  • Die britische Schauspielerin besucht am 5. November im Gartenbaukino die Premiere von "Suspiria".

Wien. Regisseurin Claire Denis hatte aus persönlichen Gründen ihren Viennale-Besuch absagen müssen, dafür kann das Filmfestival mit einem Überraschungsgast aufwarten: Tilda Swinton - der Viennale schon lange verbunden - wird am 5. November die Projektion von Luca Guadagninos "Suspiria" im Gartenbaukino besuchen... weiter




Neo-Viennale-Chefin Eva Sangiorgi (links) mit der Regisseurin des Eröffnungsfilms Alice Rohrwacher - © Foto: Katharina Sartena



Das Rad der Zeit zurückgedreht hat Alfonso Cuaron in seinem Film "Roma". - © Viennale

Viennale

Erstklassiges Weltkino in Wien

  • Cuaron, Assayas & Co: Highlights der Viennale am Wochenende

Das erste Viennale-Wochenende bringt viele Höhepunkte des aktuellen Weltkinos nach Wien. Wir stellen im Folgenden einige der interessantesten Arbeiten vor, die man nicht verpassen sollte: "ROMA" von Alfonso Cuaron Wenig Worte braucht Alfonso Cuaron in "ROMA", seiner kritischen Betrachtung einer Mittelstandsfamilie im Mexiko des Jahres 1970... weiter




"Plan 9 From Outer Space" ist Ed Woods "Meisterwerk" und gilt vielen als schlechtester Film aller Zeiten. - © Norwegian FilmInstitute

Viennale-Retrospective

Der Trash wird Kult3

  • B-Movies galten lange Zeit als Trash der Filmgeschichte. Die Retrospektive der Viennale will das Gegenteil beweisen.

Tim Burton war nicht der erste Regisseur, der das Trashkino der 50er Jahre in den Adelsstand erhob und ihm eine Hommage in Form seiner schwarzweißen Filmbiografie "Ed Wood" (1994) widmete, um den titelgebenden, vermeintlich "schlechtesten Regisseur aller Zeiten". Aber er hat darin wie kaum jemand davor die Mechanismen des B-Movies erläutert und... weiter




Die New York Public Library bietet nicht nur Bücher, sondern ist längst auch Kulturinstitution. - © FilmladenInterview

Frederick Wiseman

"Ich denke nicht ans Publikum"2

  • Regisseur Frederick Wiseman hat die New York Public Library porträtiert. Sie ist eine Antithese zu Trump, findet er.

Er ist nicht nur einer der renommiertesten Dokumentarfilmer der Welt, sondern mit 88 Jahren auch einer der ältesten aktiven Regisseure: Der Amerikaner Frederick Wiseman hat in mehr als 40 Filmen die amerikanische Gegenwart abgebildet, zugleich aber auch immer wieder große Institutionen porträtiert, darunter etwa die US-Uni Berkeley ("At Berkeley"... weiter




New York Public Library

Kulturelles Merkmal einer Stadt

  • Die kulturelle Bedeutung der New York Public Library wurde vor "Ex Libris" schon mehrmals auf der Leinwand verewigt.

Als US-Präsident William Howard Taft am 23. Mai 1911 vor die New Yorker Bevölkerung trat, leiteten seine Worte eine der wichtigsten Entwicklungen des modernen Stadtlebens ein. Der Anlass "sei ein bemerkenswerter Plan, um den bescheidensten und ärmsten Einwohnern der Stadt die Möglichkeit zu bieten, sich Informationen jeglicher Art anzueignen"... weiter




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Aufbruch zum Mond

Mission ohne Plan B

Ryan Gosling spielt Neil Armstrong in Damien Chazelles erdiger Verfilmung der Mondlandung. - © Universal Wenn Damien Chazelle mit Ryan Gosling zum Mond reist, dann ist schon aufgrund der Mitwirkung dieser beiden Personen davon auszugehen... weiter




Filmkritik

Gutherzig gegen lasziv

Wenn man um einen kleinen Gefallen gebeten wird, kann das ziemlich ausarten. So passiert es der mäßig erfolgreichen Mom-Bloggerin Stephanie (Anna... weiter




Filmkritik

Stationen eines Exponats

Anfang des 18. Jahrhunderts wurde Angelo Soliman aus Afrika nach Europa verschleppt. Eine Comtesse nimmt sich seiner an, spendiert ihm Erziehung... weiter





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Kommentar

Meinung? Unerwünscht!

Vor ein paar Monaten haben sich die Schweizer in einer Volksabstimmung dafür entschieden, weiterhin Gebühren für ihren öffentlich-rechtlichen Rundfunk... weiter





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Ignaz Kirchner als "Samiel", 2007, während der Fotoprobe von "Der Freischuetz" in Salzburg. 

Das Tutu ist das Spezifikum der Ballerina, die elfengleich über die Bühne schwebt. Gruppenbild der Jury: Präsident Guillermo del Toro (4.v.l.) gewann im Vorjahr den Goldenen Löwen für "The Shape of Water". Ganz links Venedig-Chef Alberto Barbera im Gespräch mit Christoph Waltz, ganz rechts:Biennale-Präsident Paolo Barratta.

Werbung für Die Single "Baby I Love You" im Magazin Billboard 1959. Romy Schneider wurde am 23. September 1938 als Rosemarie Magdalena Albach in Wien geboren. Die Schauspielerei ist ihr in die Wiege gelegt geworden: Ihre Eltern und sogar ihr Ururgroßvater waren Schauspieler. Ihren Künstlernamen verwendete sie kurz nach ihrer ersten Filmrolle in den 1950ern.

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