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Als die Leuchtturmwärter Thomas, James und Donald ihre sechswöchige Schicht auf der schottischen Mini-Insel Eilean Mòr antreten, ist alles wie gewohnt. Doch nach einem heftigen Sturm finden sie nicht nur etliche tote Möwen vor dem Leuchtturm, sondern auch eine Leiche und eine Kiste am Strand. Als der Totgeglaubte plötzlich aufwacht und Donald angreift, erschlägt ihn der in Notwehr. In der Kiste finden die drei Goldbarren, die sie an sich nehmen. Doch das Unbehagen darüber macht sich deutlich bemerkbar, als ein Schiff anlegt, dessen Kapitän sein Crew-Mitglied und die Kiste vermisst. Auf Lügen und Gier folgen Mord, massive Schuldgefühle und Wahnsinn – und ein fataler Ausgang… Der Film beruht auf einem wahren Ereignis: Kurz vor Weihnachten 1900 verschwanden drei Leuchtturmwärter von Eilean Mòr, der Hauptinsel der schottischen Flannen Isles. Die Lampen im Leuchtturm waren befüllt, aber nicht eingeschaltet; der Tisch war gedeckt, ein Sessel umgeworfen. Und zwei Jacken fehlten... Nach vielen Spekulationen wurde der Fall als ungelöst zu den Akten gelegt, die Männer nie wieder gesehen. (Der Leuchtturm ist noch heute in Betrieb und kann besichtigt werden.) Regisseur Kristoffer Nyholm ("Taboo") hat durchaus ein Händchen für düstere Stimmung, unheilvolle Entwicklungen und die richtige Besetzung. Doch was spannend beginnt, endet mit etwas zuviel Unglaubwürdigkeit in Sachen Charakterentwicklung. Trotzdem sehenswert!