- © 20th Century Fox
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Als 1970 der Londoner Rockband Smile der Leadsänger abhanden kommt, springt Freddie Bulsara ein – und legt den Grundstein für Queen. Ihr erstes Album kommt gut an, aber erst 1973, als Freddie (der mittlerweile Mercury heißt) darauf besteht, dass "Bohemian Rhapsody" als Single aus dem Album "A Night At The Opera" ausgekoppelt wird, schießt der Erfolg durch die Decke. Doch der Druck, ständig neue Hits abzuliefern, die langen Tourneen und Freddies Trennung von seiner Freundin Mary wegen seiner Homosexualität machen allen zu schaffen. Freddie kompensiert die Anspannung mit exzessiven Partys, Alkohol, Drogen und Sex, was weder bei den Bandmitgliedern Brian May, Roger Taylor und John Deacon noch bei den Studiobossen oder ihrem Manager gut ankommt. Als Freddie eine Solokarriere startet, bedeutet das vorerst das Ende der Band. Erst das Live-Aid-Konzert 1985 bringt sie wieder zusammen. Bryan Singers Film behandelt genau diesen Zeitraum, die Jahre bis zu Freddies Tod im November 1991 fehlen. Und während "Bohemian Rhapsody" eine opulent ausgestattete, ans Herz gehende Hommage an eine der größten Bands aller Zeiten und ihren schillernden, komplexen Sänger ist, fehlen ein wenig die echten Abgründe. Die Exzesse werden familientauglich nur angedeutet, die körperlichen Probleme, die Freddies HIV-Erkrankung mit sich brachte, ausgespart. Doch die musikalischen Teile sind exzellent und Hauptdarsteller Rami Malek schlichtweg eine Sensation. Doch auch die anderen Charaktere kommen nicht zu kurz, und somit ergibt sich ein wunderbares Ganzes, das nicht nur Queen-Fans begeistern wird. Toll!