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Neil Armstrong ist Navy-Pilot mit Leib und Seele. Doch der Tod seiner zweijährigen Tochter stürzt ihn in ein tiefes Loch, aus dem er zu entkommen versucht, indem er sich für das Gemini-Projekt meldet, die Vorbereitung auf den Apollo-Flug zum Mond. Denn endlich will man den Russen zuvorkommen, der erste Mann auf dem Mond soll ein Amerikaner sein. Doch das kräftezehrende Training, die stete Trauer um seine Tochter und der Verlust etlicher Arbeitskollegen und Freunde machen ihn immer verschlossener, was besonders seine beiden Söhne und seine Frau zu spüren bekommen. Aber dann ist es endlich so weit, Armstrong und seine Crew machen 1969 den ersten Schritt auf dem Mond – und er kann seine wahre Mission erfüllen …
Damien Chazelles Film ist kein Jubelgesang auf den All-American-Hero, als der Armstrong so gerne hingestellt wird, sondern der Versuch, hinter die Beweggründe eines Mannes zu kommen, der verbissen und mit unerschütterlicher Technikgläubigkeit an seiner Mondmission festhielt. Und wenn im Film die berühmte Flaggenszene nicht vorkommt, bedeutet das nur, dass Chazelle dem Mann und nicht den USA seine Aufmerksamkeit schenkt. Ganz unpolitisch ist der Film nicht, der Vietnamkrieg, die Rassenunruhen und die Frage, ob das Geld für die Mondmission nicht besser verwendet werden könnte, sind prominent platziert. Der verschlossene Astronaut, der seine Familie emotional vernachlässigt, wird grandios von Ryan Gosling verkörpert, und Claire Foy als seine Frau macht die Konflikte innerhalb der Familie glaubhaft. Dazu kommen der atemberaubende Sound und die fesselnde Musik von Justin Hurwitz – einfach packend!