- © Alamode
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Der zwölfjährige Zain steht vor dem Richter und erzählt seine Geschichte: von zu Hause weggelaufen, in Beirut bei einer jungen Äthiopierin gelandet, nach deren Abschiebung muss er sich um deren Baby kümmern – keine Schule, kaum Essen, kein Dach über dem Kopf. Das ist kein Leben und deshalb verklagt Zain seine Eltern: Dass sie ihn auf die Welt gebracht haben, obwohl sie sich nicht um ihn kümmern können. Harte Kost von der libanesischen Filmemacherin Nadine Labaki, die einen sprachlos und traurig macht und trotzdem den letzten Funken Hoffnung, dass alles besser werden kann, nicht zerstört. In diesem ungeschönten Blick auf den Libanon sind letztendlich alle Opfer. Sehenswert!