- © 20th Century Fox
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Eines Tages findet der Wissenschafter Dyson Ido in Iron City den Kopf eines weiblichen Cyborgs (mit menschlichem Gehirn). Er hat das Gefühl, dass sich darin eine besondere junge Frau mit einer geheimnisvollen Vergangenheit verbirgt und beschließt, sie wieder zum Leben zu erwecken. Er nennt seine Kreation Alita und ist bald mit einem neugierigen Teenager konfrontiert, der die Welt entdecken will. Alita tut das gemeinsam mit ihrem Freund Hugo, doch die beiden finden sich bald im Visier der bösen Machthaber der Stadt: Die wollen nämlich die unglaublichen Kampfkünste Alitas kontrollieren, was Ido und die junge Cyborg-Dame um jeden Preis verhindern wollen.
Die ganze Geschichte spielt sich in einer dystopischen Metropole ohne Rechts- und Sozialsystem ab, es gibt Kopfgeldjäger statt Polizisten und Brutalität, wohin das Auge blickt. Über all dem schwebt Salem, eine Insel der Seligen, wo Mangel ein Fremdwort ist und Frieden der Alltag. Doch dorthin kommt nur, wer auf Salem geboren wurde oder wer sich bei Motorball, einer Massenunterhaltung mit Todesrisiko, durchsetzen kann. Klingt alles nach "Elysium", "Die Tribute von Panem" und so mancher erkennt vielleicht auch noch ein wenig "Planet Terror" in der Geschichte. Die Technik aus "Avatar" gemischt mit "Sin City" ist jedenfalls unverkennbar, kein Wunder, sind die Schöpfer von "Alita" doch James Cameron und Robert Rodriguez. Doch so beeindruckend die Technik auch ist, man hat immer wieder das Gefühl von vergebenem Potenzial, vor allem was Alita betrifft. Was hätte man nicht alles aus der Mischung von Vater-Tochter-Beziehung, Coming of age, Liebesgeschichte und Action machen können, aber abgesehen von den ausdrucksvollen großen Augen der Cyborg-Kämpferin (Vorbild ist ja ein Manga) bleiben die Emotionen mitunter arg auf der Strecke. Wen das nicht stört, der sollte das Ende genießen – eine Fortsetzung wird angedeutet…