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Der 16-jährige Tyler lebt mit seinen Eltern Don und Cindy ein ruhiges Leben in einer Kleinstadt im Mittleren Westen der USA. Diese Kleinstadt hat allerdings eine unschöne Vergangenheit, denn vor zehn Jahren tötete hier ein Serienkiller, dem man bald den Namen "Clovehitch Killer" gab, mehrere junge Frauen auf bestialische Weise; er wurde jedoch nie gefasst. Als Tyler eines Tages im Auto seines Vaters ein altes, pornografisch anmutendes Foto einer jungen Frau findet, lässt ihm das keine Ruhe und er durchsucht heimlich den Hobby-Schuppen von Don. Neben ein paar Sado-Maso-Magazinen stößt er auch auf den Blaupausenplan ihres Hauses, auf dem ihm bisher unbekannte Kellerräume eingezeichnet sind. Tyler verdächtigt nun seinen Vater, der "Clovehitch Killer" zu sein, und um dessen Schuld – oder doch Unschuld – zu beweisen, bittet er seine Schulkollegin Kassi um Hilfe.
Klingt nach einem der üblichen Serienkiller-Filme, ist es aber ganz und gar nicht. Regisseur Duncan Skiles, der bisher vor allem im Dokumentarfilm-Genre unterwegs war, liefert eine spannende Mischung aus Thriller und Coming-of-age-Geschichte, die auf dem realen Leben von Dennis Rader, dem sogenannten BTK-Killer, basiert. Der lebte in Wichita und verübte zwischen 1974 und 1991 etliche brutale Frauenmorde. Skiles jedenfalls bietet ein ungewöhnliches "Ermittler-Duo" mit einer interessanten zwischenmenschlichen Dynamik, das mit Charlie Plummer und Madisen Beaty perfekt besetzt ist, sowie einen undurchsichtigen Dylan McDermott als Don, der den Zuschauer total in seinen Bann zieht, reale Bilder ohne Schockeffekte (die Schockmomente sind wesentlich subtiler in der Handlung untergebracht) - und alles ist in einem authentischen Setting verpackt. Wirklich sehenswert!