Der zweite von fünf Teilen der "Phantastischen Tierwesen" spielt im Jahre 1927. Zuvor wurde der Zauberer Grindelwald enttarnt und festgenommen. Doch nun ist der schwarze Magier natürlich entkommen und versammelt Gleichgesinnte um sich. Die Flucht in einem Flugkörper stimmt gleich zu Anfang darauf ein, worum es in erster Linie gehen wird: um Riesenkracher. Dem entsprechend werden auch die nachfolgenden CGI-Übereffekte zum Zentrum. Der Einzige, der den Schurken, der die Weltherrschaft der reinblütigen Zauberer mit aller Gewalt durchsetzen will, aufhalten könnte, wäre sein früherer bester Freund Albus Dumbeldor. Doch Grindelwald war seine tragische große Liebe, sie waren eine "Blutsbrüderschaft" eingegangen, sodass sie nie gegeneinander kämpfen durften. Das wird nur so lose angedeutet, dass man das bereits vorher wissen sollte. Sonst würde man die kurzen Auftritte Dumbeldors (Jude Law) kaum verstehen. Oder warum er ausgerechnet den schüchternen Newt Scarmander zur Hilfe holt. Es geschieht zwar an sich nicht viel, doch das mit verwirrenden Plot-Orientierungen, überladenen Figuren und Wendungen. Eddie Redmayne kommt als Newt leider zu kurz, bleibt aber entzückend tapsig. Der weißgebleichte, unsympathische Johnny Depp wird seiner ruhigen Bösartigkeit voll gerecht. Insgesamt wurde das Ganze viel dunkler und risikoreicher als gewohnt, oder wie es gut ausgedrückt wurde "aufsaugend und gewaltig". Auf seine Weise sollte man es genießen.