Egal wie viel sie schon besitzen, sie wollen immer noch mehr davon. Ultrakapitalismus nennt es die Fotografin und Filmemacherin Lauren Greenfield in ihrer Doku "Generation Wealth". Sie hat mehr als 25 Jahre lang Menschen fotografiert und Tausende Fotos zusammengetragen, die sich um das Thema Reichtum mit all seinen dekadenten Ausprägungen drehen. 2017 ist bereits ihr Fotoband "Generation Wealth" erschienen, begleitet von einer Ausstellung in Los Angeles.

"Trump ist im Grunde die Apotheose der Generation Reichtum und ein Ausdruck dieser Werte", fasst die Filmemacherin das Ergebnis ihrer jahrzehntelangen Recherche zusammen, die aus akribisch an riesigen Pinnwänden sortierten Fotos besteht. Auch interviewt sie einige Personen ihrer Bildporträts: Etwa David und Jackie Siegel, die Versailles in den USA nachbauen wollten und aufgrund der Finanzkrise nun eine Bauruine stattdessen besitzen. Oder der deutsch-amerikanische Börsenspekulant und Hedgefonds-Manager Florian Homm, der mitsamt seinem Vermögen 2007 untertauchte und sich fünf Jahre vor dem FBI versteckt hielt.

Greenfield reflektiert aber auch ihre eigenen Beweggründe, ihre Arbeit und Familie und die als Zuschauer erlebte Sucht nach Schönheit, Geld und Ruhm. Diese Metaebene wirkt zunehmend plump, rückt den Fokus des Films als gesellschaftskritisches Porträt der Superreichen in den Hintergrund. Und letztlich bleibt der schale Beigeschmack einer abgedroschenen Floskel über: Geld macht nicht glücklich.