Jugendliche haben mit Schicksalsschlägen oder Krankheiten zu kämpfen. Spätestens seit der Romanverfilmung "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" (2014) ist der Trend schwer angesagt. Dazu gehören "Du neben mir" oder "Wenn ich bleibe". Auch der deutsche "Club der roten Bänder" trifft sich nur im Krankenhaus.

Das Regiedebüt von TV-Seifenopern Darsteller Justin Baldoni folgt diesen Vorgaben. Ein Teenie-Paar darf einander nicht mehr als vier Schritte nahe kommen. Beide leiden an Mukoviszidose, einer vererbten, unheilbaren Stoffwechselerkrankung. Normalerweise stecken Kranke Gesunde an, in diesem Fall könnten sie sich gegenseitig anstecken, was tödlich wäre. Daher auch die Vorschrift des unbedingten Abstand-haltens. Die 17-jährige Stella (Haley Lu Richardson) verbringt die meiste Zeit unter strenger Beobachtung in der Klinik. Ihr Smartphone gibt sie nie aus der Hand, chattet so mit Freunden. Als sie dem charmanten Will (Cole Sprouse) begegnet, der unter der selben Krankheit leidet, aber rebellisch auf Behandlungen reagiert, knistert es zwischen ihnen. Doch was wird aus einer Liebe, bei der die kleinste Berührung Leben auslöschen kann? Pfeif drauf, meint sie, zumindest auf drei Schritte will sie näher kommen. Die große Gefahr solcher Romanzen ist die Berührung mit dem Schmalz. Die Newcomer agieren jedoch erstaunlich ehrlich emotional. Allerdings können sie nicht verhindern, dass das Finale eine Extraportion Kitsch verpasst bekommt.