Der Filmemacher und Autor Eric Khoo aus Singapur bereitet auf der Kinoleinwand eine ungewöhnliche Mahlzeit über kulturelle wie kulinarische Geschmacksrichtungen. Daraus werden ineinandergreifende Gänge von Erinnerung, Vergeben, Vergessen.

Der junge Masato (Takumi Saitoh) lebt in der japanischen Stadt Takasaki. Als Koch beherrscht er perfekt die traditionelle Suppenküche. Seine Spezialität: die Ramen-Nudelsuppe. Eigentlich ein Gericht für arme Leute nach dem Zweiten Weltkrieg, das später zum internationalen Genuss avancierte. Als sein Vater unerwartet stirbt, findet Masato einen Koffer voller Erinnerungen. Er wird in seine Kindheit zurückversetzt, als er die Hintergründe der Liebesgeschichte seiner Eltern erfährt. Er macht sich auf den Weg nach Singapur, der Heimat der Mutter, die starb, als er zehn Jahre alt war. Dort trifft er auf Miki (Seiko Matsuda), eine Food-Bloggerin, die ihm hilft, weitere Verwandte ausfindig zu machen, darunter seine anfangs unwirsche Großmutter, die den Auszug ihrer Tochter nie verziehen hat.

Zusätzlich kocht er sich durch die kulinarischen Traditionen von Singapur, Japan, China. Schließlich werden dadurch die gegensätzlichen Ethnien der Familiengenerationen, über Kriegserfahrung und andere historische Altlasten gemeinsam in einen Topf gebracht. Metaphorische Spurensuche als einzigartige filmische Delikatesse, bei der das Wasser im Mund zusammenläuft. Manche werden dadurch den Kinosaal recht hungrig verlassen.