Das American Film Institut zählt Francis Ford Coppolas "Apocalypse Now" von 1979 zu den 100 besten Filmen aller Zeiten. Die komplizierte Produktionsgeschichte ist fast so faszinierend wie das Ergebnis selbst. Mehr als drei Jahre vergingen vom Beginn der Dreharbeiten auf den Philippinen bis zur Weltpremiere der noch unfertigen Fassung 1979, die bereits Preise einheimste. Wobei die 153 Minuten Länge viel Material ausließen. 22 Jahre später gab es eine 49 Minuten längere Version: "Apocalypse Now: Redux". Denn Coppola war mit vielem unzufrieden. Doch die Geister der Vergangenheit verfolgten den Meister weiter. Zum 40-jährigen Jubiläum hat er seine Bestätigung, dass der Krieg die Hölle ist, persönlich erneut restauriert. Zu Beginn des "Final Cut" informiert Coppola selbst kurz über Entwicklung und Änderung. Etwa 183 Minuten Laufzeit, dazugeschnittene Sequenzen. Modernisiert wurde alles durch Dolby Vision, wodurch Farben mehr denn je hervorgehoben werden. Bis zu vierzig mal heller, Schwarztöne bis zehnmal dunkler. Der Ton wurde ebenfalls Dolby angepasst. Doch mit den Äußerlichkeiten tritt innere Brillanz um nichts zurück. "Apocalypse Now" ist und bleibt ein Kriegsfilm, aber auch keiner. Er könnte überall spielen, nicht nur in Vietnam. Eine bis heute hypnotische Wirkung ausübende Rundreise durch das Innere der menschlichen Hölle. Und noch viel mehr. Man muss das Meisterwerk einfach wieder sehen, selbst wenn man es schon zu kennen glaubt.