Alfred Hitchcock hatte bereits 1948 in "Cocktail für eine Leiche" diese in einer Holztruhe verschwinden lassen. Sieben Jahre später bereitete er Ärger mit dem toten Harry. Ähnlich ging es bei der tiefschwarzen Komödie "Weekend at Bernie’s" von Ted Kotchef (1989) zu. In der heimischen Komödie löste 2010 eine illegal bezogene Pension der verstorbenen Oma "Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott" aus. "Nonna Mia" könnte man als Commedia dell’arte-Variante bezeichnen. Claudia (Miriam Leone) hat Geldsorgen. Als junge Kunstrestauratorin wird sie von der korrupten Museumsverwaltung ständig um die ihr zustehenden 160.000 Euro geprellt. Dadurch kann sie sich, wie auch ihre beiden Mitarbeiterinnen, nur dank der Pension ihrer geliebten Großmutter vor der Pleite bewahren. Als diese stirbt, beschließt Claudia, ihren Tod geheim zu halten. Der Originaltitel sagt bereits, was sie tun muss: "Leg die Oma in die Gefriertruhe". Sie wird zwischen Tortellini und Thunfisch untergebracht. Die Rentenzahlung scheint so gesichert zu bleiben. Blöd nur, dass sie sich ausgerechnet in den geradezu manisch unbestechlichen Steuerfahnder Simone (Fabio De Luigi) verliebt. Ihr Betrug läuft Gefahr, aufzufliegen. Neben recht klamaukiger Komik einer komplizierten Liebesgeschichte, gibt es auch tiefergründige Gesellschaftskritik am verkrusteten, korrupten italienischen System. Eine ungewöhnliche Mischung mit unterhaltsamer, komödiantischer Leichtigkeit.