Alexandre Landry als Kapitalismusgegner Pierre-Paul. - © Polyfilm
Alexandre Landry als Kapitalismusgegner Pierre-Paul. - © Polyfilm

Der unverhoffte Charme des Geldes. Was der Kanadier Denis Arcand besonders gut kann, ist gesellschaftskritische Themen mit viel Humor in Filme zu bringen: Hier gerät ein Kapitalismusgegner, der diese Gegnerschaft ziemlich ernst meint, plötzlich an die sprichwörtlichen "Säcke voller Geld". Was das wohl mit diesem Pierre-Paul anstellen wird? Zunächst ist das Geld selbst für ihn mit einigen Annehmlichkeiten verbunden - aber bald schon ist nicht nur die Polizei hinter Pierre-Paul her, sondern auch das Finanzamt und die Mafia. Ein Plan muss also her, und daraus entwickelt Arcand ein turbulentes Heist-Movie, in dem ein soeben aus der Haft entlassener Finanzguru, ein Offshore-Banker und Pierre-Pauls Freundin gemeinsam daran arbeiten, das kapitalistische System auszutricksen, das sich ihnen in den Weg stellt. Ein launiger und spannender Blick auf die Macht des Geldes.

Fisherman’s Friends. Es geht um zehn singende Männer aus dem Fischerdorf Port Isaac im britischen Cornwall: Sie werden von einem Musikproduzenten besucht, der vorgibt, sie für einen Plattenvertrag in London gewinnen zu wollen. Doch das Ganze ist in Wahrheit nur ein Scherz des Chefs der Plattenfirma. Bald aber ist die Möglichkeit, wirklich einen Hit zu produzieren nicht mehr ganz wegzudenken. Vor allem Danny (Daniel Mays) von der Plattenfirma findet Gefallen an den singenden Fischern, die sich aber auch ganz schön daneben benehmen können, wenn sie etwa ein Junggesellen-Wochenende zusammen verbringen. Danny stellt sich bald die Frage, was Erfolg wirklich bedeutet.