Zwei, die sich nicht leiden können, finden heraus, dass sie füreinander bestimmt sind - unzählige Male wurde dieses Rezept in die Form einer romantischen Komödie gegossen. Diesmal in der ebenfalls schon gesehenen Variation "Hochzeitsgäste": Frank (Keanu Reeves) und Lindsay (Winona Ryder) können einander gar nicht ausstehen, als sie sich am Flughafen kennenlernen. Dabei reisen sie zur selben Destination! Eine Hochzeit im paradiesischsten Weingebiet Kaliforniens liegt vor ihnen. Sie, eine Ex des Bräutigams, und er, ein entfernter Verwandter, haben nichts als Verachtung für romantischen Kitsch übrig. Bald schon schweißt sie diese neue Gemeinsamkeit enger zusammen als gedacht: Schließlich will gut überlegt werden, wie man das Hochzeitswochenende halbwegs unbeschadet überstehen kann. Dass man sich dabei näherkommt, ist der logische Ausgang dieses Filmgenres.

Drehbuch und Regie kommen von Victor Levin ("Verrückt nach dir"), der den Film dank seiner ungewöhnlichen Besetzung interessant macht: Ryder, seit jeher die putzige, niedliche Frau mit den Rehaugen, und Reeves, der schweigsame Actionheld, sie könnten unterschiedlicher kaum sein. Gerade deshalb entwickelt sich auf der Leinwand eine schöne Dosis zwischenmenschlicher Anziehungskraft, die den Film trägt und vor allem in kleinen Details gefällt. Das kammerspielartige Setting gefällt auch, weil die beiden Stars hier einstige Ikonen der 90er Jahre sind und keine blutjungen No-Names ohne Backstory. Am Ende ist "Destination Wedding" aber nicht mehr als eine sommerliche Komödie mit wenig Tiefgang.