Bereits vier Mal wurde "A Star Is Born" schon verfilmt. Die Geschichte einer unbekannten Sängerin, die von einem berühmten Musiker entdeckt wird und diesen karrieremäßig bald hinter sich lässt, ist in Bradley Coopers Regiedebüt nicht nur mit ihm selbst vor der Kamera prominent besetzt, sondern auch mit seinem Co-Star: Popstar Lady Gaga spielt die junge Ally, eine Sängerin in einem Gay Club. Cooper ist ein raubeiniger, dem Alkohol zugeneigter Rockstar, der bei einer Zechtour in eben jenem Gay-Club dabei zuhört, wie Ally "La vie en rose" zum Besten gibt. Das verzaubert den Rocker sofort. Bald wird dieser nicht nur zu ihrem Lover, sondern auch zu ihrer Eintrittskarte in viel Ruhm und noch mehr Erfolg im Musikbusiness.

Aber das hat natürlich auch gewaltige Schattenseiten: Ally muss schließlich auch durch die Schule des Popstar-Daseins, in der man lernt, alles zu verdrängen, was man selbst ist - und stattdessen für einen Hit seine Seele verkauft, übertriebenes Make-up trägt, dass einem das Wesen raubt und Texte singt, die man nicht geschrieben hat.

Die Chemie zwischen Cooper und Lady Gaga auf der Leinwand funktioniert jedenfalls einwandfrei, das macht "A Star Is Born" zu einem programmierten Filmhit. Zwar operiert Bradley Cooper mit jeder Menge Mainstream-Methodik, was seine Regie und die Filmmontage angeht, doch das muss nicht immer schlecht sein: Jedem hier, ob Mainstream-Hasser oder Gaga-Fan, geht dieser Film mindestens einmal direkt ans Herz.

Drama
A Star Is Born, USA 2018
Regie: Bradley Cooper.
Mit: Lady Gaga, Bradley Cooper, Sam Elliott.