• vom 28.11.2018, 16:21 Uhr

Kultur

Update: 28.11.2018, 17:05 Uhr

Filmkritik

Islam-Komödie: Nina heißt jetzt Fatima




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Von Matthias Greuling


    Es ist eigentlich der passende Film zur Debatte um ein Kopftuchverbot: "Womit haben wir das verdient?" von Eva Spreitzhofer ist als Culture-Clash-Komödie angelegt, trägt aber auch so manch bitteren Unterton mit sich.

    Die liberale, weltoffene Wanda (Caroline Peters) fällt aus allen Wolken, als ihre pubertierende Tochter Nina (Chantal Zitzenbacher) plötzlich im Kopftuch vor ihr steht und ihr eröffnet, dass sie zum Islam konvertiert ist, fortan als Muslima leben will und ihren Vornamen Nina gegen Fatima getauscht hat. Hinzu kommt, was die Religion so mit sich bringt: Halal zu leben oder in Gegenwart von Männern niemals ohne Kopftuch zu sein, selbst, wenn es sich dabei um Harald (Simon Schwarz), den eigenen Vater handelt.

    Information

    Komödie
    Womit haben wir das verdient?, Ö 2018
    Regie: Eva Spreitzhofer
    Mit: Caroline Peters, Chantal Zitzenbacher, Simon Schwarz

    Launige Momente

    Wanda ist zerrissen: Einerseits will sie ihre Tochter unbedingt dazu bringen, ihre Entscheidung zu revidieren, andererseits versucht sie, so viele Infos wie möglich über den Islam zu sammeln und ihn jenseits aller Vorurteile zu verstehen.

    Islamophobie und gängige Alltagsrassismen sowie die Angst vor dem Fremden sind in Österreich real, und diesem Umstand trägt Spreitzhofers Drehbuch auch Rechnung. Daraus eine wirkliche Komödie zu machen, gelingt ihr aber nicht, denn dafür ist auch ihr das Thema scheinbar zu ernst und wichtig. So gibt es etliche launige Momente in einem insgesamt harmlosen Lustspiel, das mehr an ein TV-Movie denn an einen Kinofilm erinnert.





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    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
    Dokument erstellt am 2018-11-28 16:31:29
    Letzte Änderung am 2018-11-28 17:05:02


    Kommentar

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