Ein Kleinkrimineller muss, um seine Schulden zu begleichen, sozusagen gezwungenermaßen in ein Gutshaus einbrechen. Um dann aber nicht erwischt zu werden, gibt er sich als Pfleger für den Hausbesitzer und Schlaganfallpatienten aus, der grantiger nicht sein könnte. Dazu ein bisschen Romantik mit der Enkelin des kranken Misanthropen in weißer Winterpracht.

Prinzipiell eine durchaus geeignete Handlung, um daraus eine witzige deutsche Verwechslungskomödie zu drehen. Doch Regisseur Wolfgang Groos gelingt nur ein platter "Fack Ju Göhte"-Abklatsch, der den beiden jungen Schauspielern kaum Spielfläche bietet: Emilio Sakraya als gestählter aber auch sensibler Krimineller Denis und Sonja Gerhardt in der Rolle der ziemlich dümmlichen Polizeianwärterin Charlotte handeln sich von einem weit hergeholten Gag zum nächsten, dazwischen gibt es ein üppiges Klischee-Defilee mit Längen.

Gerti Drassl als Haushälterin mit enormer Riesenfeder am Jägerhut verlässt leider viel zu früh das Geschehen rund um Heiner Lauterbach als Menschenfeind Raimund. Ob seiner Krankheit auf Grunzen, Knurren und Augenrollen sprachlich limitiert, ist es seine unglaublich vielseitige Mimik, die einem abhält, vorzeitig den Kinosaal zu verlassen. Denn Urineiszapfen, ein festgefrorener Penis und schwimmende Hoden, gepaart mit Pointen, die einem nicht einmal schmunzeln lassen, machen noch lange keine Komödie.