Diesen Job wollte Dell Scott mit Sicherheit nicht - und genau deshalb bekommt er ihn auch: Der eben aus dem Gefängnis entlassene Kleinkriminelle wird künftig Philip Lacasses 24-Stunden-Pfleger, denn der reiche Großunternehmer ist seit einem Paragliding-Unfall ab der Halswirbelsäule gelähmt. Lacasses Assistentin Yvonne steht Scott mehr als skeptisch gegenüber, doch mit seinem oft schon aufdringlichen Frohgemüt wird sogar sie ihre strenge Haushaltsführung mit der Zeit entschärfen. Schon bald werden das ungleiche Paar Lacasse und Scott "Ziemlich beste Freunde" - Pardon: "Mein Bester & ich" nennt sich nun das Hollywood-Remake.

Das französische Original aus dem Jahr 2011 wurde auch in den USA ein Kinoerfolg, den das Remake in Europa vermutlich nicht erreichen wird. Aus Paris wird nun New York. Regisseur Neil Burger hält sich zwar stark an Olivier Nakaches und Éric Toledanos Vorgänger, doch der Charme kommt nicht auf: Zwar setzt Burger mit Bryan Cranston als Lacasse, Kevin Hart in der Rolle von Scott und Nicole Kidman als Yvonne auf solide Schauspieler, die ihren Job mehr als gut erledigen, auch werden einige Gags - etwa die Katheterwechsel- oder Opern-Szene - wirklich humorig ’rübergebracht, aber das war’s dann schon. Wer den intelligenten Originalfilm nicht gesehen hat, wird sich hier dank der Schauspieler vergnügen können. Für jene Zuschauer, die "Ziemlich beste Freunde" genossen haben, ist dieser Film eher eine Enttäuschung.

Tragikomödie

Mein Bester & ich, USA 2017

Regie: Neil Burger

Mit: Kevin Hart, Bryan Cranston, Nicole Kidman