Nicht alles muss 3D sein, um zu begeistern: Der Animationsfilm "Chico & Rita" von Fernando Trueba und Javier Mariscal etwa erzählt optisch wie eine Graphic Novel, mit dickstrichig angelegten Figuren und satten Farben. Eine Augenweide für von computergenerierten Effektfilmen Überforderte.

Betörend schön: Liebe im Nachtclub. - © POLYFILM
Betörend schön: Liebe im Nachtclub. - © POLYFILM

Der Film entführt in das bunte Havanna des Jahres 1948. Dort lernt der Jazzpianist Chico die Nachtclubsängerin Rita kennen und lieben. Schnell gibt es jedoch Eifersucht, und erst ein Musikwettbewerb bringt die beiden wieder zusammen. Nach einem Ausraster von Chico geht Rita mit einem anderen Mann nach New York. Chico folgt ihr, denn er will die Liebe seines Lebens zurückgewinnen.

"Chico & Rita" ist ein betörend schöner Film voller Anmut, freilich überaus romantisch, ergänzt mit einem eingängigen Soundtrack aus kubanischen Rhythmen (mit Musik der 95-jährigen Jazzlegende Bebo Valdes). Die Detailverliebtheit der Regisseure transportiert in der Erzählung ein zwar stilisiertes, aber durchwegs authentisches Lebensgefühl aus dem Havanna vergangener Tage.