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Schmerzen, Springen, Siegen

(az) Keine Beschönigung: Überlang, triefend melodramatisch und voller Pathos, ist Christian Duguays Verfilmung der Biografie des französischen Springreiters Pierre Durand alles andere als subtil. Aber sie ist dennoch klassisches Sportkino, mit dynamischen und ästhetischen, schwerelos eingefangenen Reitszenen. Erzählt wird absolut vorhersehbar und nach dem Drehbuch des Hauptdarstellers Guillaume Canet, der glücklicherweise selbst Springreiter ist und daher die meisten Stuntszenen persönlich ausführte. Großer Ehrgeiz, Jahre der Entbehrung, schwierige, schmerzhafte Entscheidungen und schließlich der große Triumph. Ach ja, Jappeloup ist natürlich der Name des Pferds - das Herz dieses Films.

Jappeloup - Eine Legende,
FR/CN, 2013
Regie: Christian Duguay. Mit: Guillaume Canet, Daniel Auteuil

USA im Sog von Finanzintrigen

(fan) Nach Alec Baldwin, Harrison Ford und Ben Affleck wird nun "Star Trek"-Captain Chris Pine als

Jack Ryan eingesetzt. Er ist noch das Beste an dem dünnen Plot über die Anfänge des CIA-Analysten, der aber keinem Roman des kürzlich verstorbenen Tom Clancy entspringt. Schlicht und einfach müssen sich die guten Amis gegen die bösen Russen zur Wehr setzen. Allerdings, der Zeit angepasst, wird der Kalte Krieg weniger mit Waffengewalt denn durch finanzpolitische Intrigen ausgefochten, um die USA zu Fall zu bringen. Trotzdem kommt das Ganze über Banalitäten nicht hinaus. Kenneth Branagh bringt es fertig, als Bösewicht keine Miene zu verziehen, auch als Regisseur bietet er nur Untermittelmaß.

Jack Ryan: Shadow Recruit, USA 2014
Regie: Kenneth Brannagh. Mit: Chris Pine, Kevin Costner, Keira Knightley, Kenneth Brannagh

Heiße Lava, eisgekühlt

(greu) Ein effektvoller Vulkanausbruch in gediegenem 3D, und mittendrin ein Sklave (Kit Harington), der in dem Chaos seine verbotene, weil reiche Liebe Cassia (Emily Browning) zu retten sucht - Regisseur und Action-Routinier Paul W.S. Anderson bringt die Eruptionen des Vesuv anno 79 n. Chr. vielleicht mit großer visueller Wucht auf die Leinwand, zum Sandalen-Klassiker taugt der Film allerdings nicht: Seinem Leinwandpaar geht jegliche glaubhafte Emotion ab, es stakst nur panisch durch ein Meer aus Feuer und Lava. "Pompeii" ist wie der Eisberg in "Titanic": Ihm war es egal, wer an ihm entlang schrammte und versank.

Pompeii, USA 2014
Regie: Paul W.S. Anderson. Mit: Kit Harington, Emily Browning