Nochmal 96 Stunden

(fan) Kevin Costner will sich als todkranker CIA-Agent nur mehr um seine entfremdete Familie kümmern. Doch dann erhält er die Chance, ein unbekanntes Heilmittel zu bekommen, wenn er innerhalb von drei Tagen einen Auftragsmord ausführt. Nicht grundlos erinnert Vieles an "96 Stunden", fungiert Luc Besson doch wieder als Produzent. Costner beweist, dass er noch immer fit und cool ist. Der Rest ist ein kruder, blödsinniger Mix aus Thriller und Familienfilm.

3 Days To Kill, F/USA 2014
Regie: McG. Mit Kevin Costner, Amber Heard, Hailee Steinfeld

Niveau gesucht

(greu) Es zieht eine Jungfamilie in ein Einfamilienhaus: Kelly (Rose Byrne) und Ehemann Mac (Seth Rogen) widmen sich dort der Aufzucht des Nachwuchses. Doch dann droht Ungemach: Im Nachbarhaus zieht eine laut gröhlende, partygeile Studentenverbindung ein. Das gibt natürlich Krieg. Regisseur Nicholas Stoller patzt bei der Umsetzung dieser Klamauk-Komödie: Was eine Ansammlung launiger Gags hätte werden können, entpuppt sich schnell als derbe und schale Witzschleuder untersten Niveaus.

Bad Neighbors, USA 2014
Regie: Nicholas Stoller. Mit Seth Rogen, Zac Efron, Rose Byrne

Zurück zu den eigenen Wurzeln

(greu) Jahrzehntelang hatte der Holocaust-Überlebende Marcus (Mario Adorf) seine Vergangenheit zwecks Vergessens geleugnet. Jetzt, im hohen Alter, will er sich zu seinen Wurzeln bekennen und besteht auf einem jüdischen Begräbnis. Allein: Es fehlt ihm der Beweis, dass er Jude ist. Also macht er sich in Begleitung einer jungen Frau gen Osten auf, um den Beweis zu suchen. Mario Adorf spielt souverän in dieser etwas lasch und lustlos inszenierten Holocaust-Spätaufarbeitung.

Der letzte Mentsch,
CH/D/F 2013
Regie: Pierre-Henry Salfati. Mit Mario Adorf, Katharina Derr

Chaos-Kunst ist ein Mythos

(az) Man kann (vermutlich) gar nicht so viel kiffen, dass man diesen Film als "kafkaesk" bezeichnen möchte. Das "böse Wort" darf man darin eh’ nicht sagen, sonst muss man abwaschen, in der fünf-hohl-köpfigen Studenten-WG, die Franz Kafkas "Ein Landarzt" verfilmen möchte. Kurt Palm, der seine Dissertation über "Brecht und Österreich" verfasste, will eine witzige (?), jedenfalls kafkaeske Satire übers Filmemachen zeigen, demonstriert aber: Chaos-Kunst ist ein Mythos.

Kafka, Kiffer und Chaoten,
Ö 2013
Regie: Kurt Palm. Mit Marc Fischer, Karin Yoko Jochum