Ihre humorvollen Liebeskomödien mit Understatement macht den Briten so schnell keiner nach. Man denke an "Vier Hochzeiten und ein Todesfall" oder "Notting Hill". Eine Prise Verrücktheit dazu und man landet bei "Es ist kompliziert...!".

Im Zentrum steht die 34-jährige Nancy (Lake Bell), eine von Liebe und Leben enttäuschte, zynische Einzelgängerin, die am liebsten bei "Das Schweigen der Lämmer" synchron mitredet und sich volllaufen lässt. Durch eine ganz banale Verwechslung wird sie von Jack (Simon Pegg) angesprochen, der sie mit seinem Blind Date verwechselt. Fast schon aus Bosheit spielt sie anfangs mit. Als der Schwindel durch einen aufdringlichen Stalker auffliegt (Rory Kinnear), setzt ein Reigen von ulkigen Verwechslungen und Missverständnissen ein, der letztlich doch in Jacks hinreißender Liebeserklärung anlässlich des 40. Hochzeitstages ihrer Eltern mündet. So macht man aus einer Screwball-Comedy mit dem simplen Rezept "Boy meets Girl" eine unkonventionelle, freche, dabei kitschfreie Neuauflage.

Die anfangs wenig sympathische, chaotische Lake Bell passt sich als Amerikanerin perfekt dem Briten-Stil an. Simon Pegg kann wieder seiner Vorliebe für den schrägen Loser frönen, der dem Glück im Leben nachläuft, und letztlich doch zum Liebenden wird. Die Chemie zwischen den beiden stimmt, sie bewerfen sich förmlich mit Gags. Wobei Pegg seiner Partnerin gentlemanlike den Schauspiel-Vorrang lässt. Eine Sommerkomödie im besten Sinn.