Bereits 2006, nach Fertigstellung von "Pan’s Labyrinth", begann Guillermo del Toro mit der Drehbucharbeit an "Crimson Peak". Nun konnte er seinen Herzenswunsch verwirklichen, was man jeder Einstellung anmerkt. Seine Idee: "Sozusagen eine gespenstische Antwort auf die uralte Frage: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Romantik und echter Liebe?"

Doch im Unterschied zu den stringenten, klaren beiden Ebenen in "Pan" mischen sich hier, neben der seltsamen Gothic-Romanze, jede Menge Grusel und Horror: Alpträume, Gespenster, Haunted House Horror, Thriller, zwischenmenschliches Grauen. Angesiedelt im späten 19. Jahrhundert werden überdies viele neue technische Errungenschaften mit eingebunden, vom Phonographen bis zum dampfgetriebenen Erdbagger.

Anfangs in New England, ist die Tochter aus reichem britischen Haus, Edith Cushing (Mia Wasikowska), eine aufstrebende Jung-Autorin von Geistergeschichten. Psycho-Ursache dafür liegt in frühester Kindheit, als ihre tote Mutter als finsteres Gespenst erschienen war und ihr heftig zuflüsterte: "Hüte dich vor Crimson Peak." Genau dorthin kommt sie, als sie sich in einen charmanten Lord und Erfinder (Tom Hiddleston) verliebt, ihn heiratet und zurück nach England in ein Landhaus übersiedelt. Dort geht das zuvor schon brutale Fantasy-Spektakel richtig los. Man kann alles als total überzogen betrachten und sich leicht in dem Knäuel verwirren, Genre-Liebhaber aber werden sicher begeistert sein.