Ein siegreiches Team soll man nicht verändern, heißt es. Im Fall von "Inferno", der bereits dritten Verfilmung eines Dan-Brown-Verschwörungsthrillers, hat man diesen Rat beherzigt und die üblichen Verdächtigen werken lassen. Als da wären: Ron Howard am Regiestuhl, der schon die ersten beiden Brown-Verfilmungen "The Da Vinci Code" (2006) und "Illuminati" (2009) umsetzte; David Koepp, bereits am "Illuminati"-Skript beteiligt gewesen, arbeitete die Romanvorlage in ein Drehbuch um. Und Tom Hanks gibt sich zum dritten Mal als Zeichenexperte Robert Langdon die Ehre, den es diesmal nach Florenz verschlägt. Dort erwacht der Harvard-Professor in einem Krankenhaus und muss sich bald vor einer rücksichtslosen Killerin in Sicherheit bringen. Ärztin Sienna Brooks (Felicity Jones) gewährt Langdon Unterschlupf. Er stößt bald auf die Pläne des Wissenschafters Bertrand Zobrist (Ben Foster), der die Weltbevölkerung dezimieren will. Wichtige Hinweise liefern Dante Alighieris "Göttliche Komödie" und die Totenmaske des italienischen Dichterfürsten.

Natürlich hat sich auch in der Machart gegenüber den Vorgängern nichts geändert. Wieder kombiniert Howard spektakuläre Action und spannendes Rätselraten mit tollen Originalschauplätzen und natürlich auch der einen oder anderen haarsträubenden Unglaubwürdigkeit. Aber was soll’s? So wie Dan Brown für seine durchaus spannenden Bücher von der Kritik geprügelt wurde, so sind auch die Filme keine Erleuchtung. Sie sind, was sie sind: solide, gut gemachte Unterhaltung.